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KV-Infoplattform

Steinarbeiter / zierkeramische Betriebe T / Zusatz / Lohn/Gehalt

Kollektivvertrag


abgeschlossen zwischen dem Fachverband der Stein- und keramischen Industrie Österreichs einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Bau-Holz, andererseits.


I. Geltungsbereich
Räumlich:Für das Bundesland Tirol
Fachlich:Für alle zierkeramischen Betriebe, welche dem Fachverband der Stein- und keramischen Industrie Österreichs angehören.
Persönlich:Für alle in den Betrieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, einschließlich der Lehrlinge, mit Ausnahme der kaufmännischen Lehrlinge.


II. Neue Stundenlöhne
LOHNKATEGORIE Stundenlöhne ab 1.6.1993
Lohngruppe A:
Besonders qualifizierte Hafner, Fliesenleger und
Setzer, Keramiker, selbständig im Entwurf und in
der Ausführung 86,45
Lohngruppe B:
Werkstubenarbeiter, Fliesenleger, Setzer und
Professionisten, Freidreher, Maler, Oberdreher,
Spezialretuscheure, Gipser und hochqualifizierte 83,50
Malerinnen, bei selbständiger Verwendung und bis
vollwertiger Arbeitsleistung 87,15
Lohngruppe C:
Vorgenannte Facharbeiter nach dem 1. Gesellenjahr 82,50
bis
84,35
Lohngruppe D:
Vorgenannte Facharbeiter im 1. Gesellenjahr 80,15
bis
83,50
Lohngruppe E:
Brennhausarbeiter, die selbständig glasieren,
einlegen und brennen, ferner angelernte Facharbeiter und
Gehilfen, bei entsprechender Leistung, Kachelpresser, 76,80
Retouchierer, Blätterschneider, 1. Packer, schließlich bis
Vorarbeiter aus dem Stand der Hilfsarbeiter 78,55
Lohngruppe F:
Hilfsarbeiter in der Glasurmasse- und 70,95
Tonaufbereitung bis
73,20
Lohngruppe G:
Alle übrigen Hilfsarbeiter 69,35
bis
71,25
Lohngruppe H:
1. Hochqualifizierte, angelernte Keramikerinnen 76,35
2. Sonstige Keramikerinnen, Glasiererinnen, 69,25
Retouchiererinnen, Eindreherinnen und bis
Gießerinnen 71,50
Lohngruppe I:
Lehrlinge bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
im 1. Lehrjahr wöchentlich 504,10
im 2. Lehrjahr wöchentlich 693,20

Professionisten, die nicht im Akkord beschäftigt sind, und die keramische Professionisten sind, müssen mindestens 75 Groschen pro Stunde über dem neuen kollektivvertraglichen Mindestlohn erhalten.


III. Erhöhung der Effektivverdienste
Die tatsächlichen Stunden-, Akkord-, Prämienlöhne etc. werden, ausgenommen bei Lehrlingen, ab 1.6.1993 um 3,7% erhöht.


IV. Begünstigungsklausel
Diese Vereinbarung darf nicht zum Anlaß genommen werden, derzeit bestehende Istlöhne zu reduzieren.


V. Wirksamkeitsbeginn
Dieser Kollektivvertrag tritt am 1. Juni 1993 in Kraft und gilt hinsichtlich der lohnrechtlichen Bestimmungen bis zum 31. Mai 1994.
Innsbruck, am 12. Juli 1993
Für den FACHVERBAND DER STEIN- UND KERAMISCHEN INDUSTRIE ÖSTERREICHS
Der Vorsteher: Der Geschäftsführer:
(Senator h.c. Komm.-Rat
Ing. Leopold Helbich) (Dr. Carl Hennrich)
Für den ÖSTERREICHISCHEN GEWERKSCHAFTSBUND GEWERKSCHAFT BAU-HOLZ
Der Vorsitzende: Der Zentralsekretär:
Bundesminister Josef Hesoun Johann Driemer

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