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KHM-Museumsverband / Beilage

Kollektivvertrag 2021


(Laufzeit Gehaltsabkommen bis 31.12.2021)
Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Quelle: Gewerkschaft Öffentlicher Dienst

(mit welchem der Kollektivvertrag vom 30.5.2008 in der Fassung der Kollektivverträge vom 27.10.2008, 25.11.2009, 22.12.2010, 26.2.2012, 25.4.2013, 17.11.2014, 7.3.2016, 20.5.2016, 4.12.2017, 13.12.2018, 17.12.2019 sowie 12.5.2020 geändert und ergänzt wird)
abgeschlossen zwischen
KHM-Museumsverbaud
(in der Folge:
KHM
),
Burgring 5,
1010 Wien
einerseits
und
Österreichischer Gewerkschaftsbund,
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
Teinfaltstraße 7,
1010 Wien
andererseits
vorbehaltlich der Genehmigung
durch das Kuratorium des KHM-Museumsverbandes gemäß § 6f Bundesmuseen-Gesetz 2002
Der Kollektivvertrag vom 30.05.2008 in seiner zuletzt geltenden Fassung vom 12.5.2020 wird mit einer Laufzeit des Gehaltsabkommens bis 31.12.2021 wie folgt geändert:


1.
Mit Wirkung vom 1.7.2021 sind die Entgeltansätze im Kollektivvertrag für den KHM-Museumsverband gemäß Anhang IA und IB, einschließlich der Zulagen gem. Art IV, § 29 und der Vergütung gemäß Art IV, § 34 sowie die Entgeltansätze in Art. VIII und Art IX um einen Prozentsatz von 1,45% anzuheben. Die Ist-Gehälter erhöhen sich um denselben Prozentsatz. Die Ergebnisse sind jeweils auf zwei Stellen zu runden. (s. nachstehender Text und Anlagen)


2.

Art IV, § 22 Abs 8 lautet:
(8)  Für Reisen, die im dienstlichen Auftrag zurückgelegt werden, darunter fallen auch Kurierreisen sowie Reisen im Zusammenhang mit angeordneten Fortbildungen im Sinne des § 19, und für die Tätigkeiten am Zielort sowie auch andernorts, insbesondere auch am Abreise- und Ankunftstag, gelten folgende Arbeitszeitregelungen:
a)
Eine solche Reise umfasst Reisezeiten (Fahrtzeiten), die Arbeitszeit am Aufenthaltsort und die Arbeitszeit am Dienstort am Abreise- und Rückkehrtag. Davon zu unterscheiden ist die Freizeit am Aufenthaltsort. Freizeit am Aufenthaltsort setzt sich zusammen aus den Tagen, an denen die Arbeitnehmerin / der Arbeitnehmer auch am Dienstort arbeitsfrei ist sowie jenen Zeiten am Aufenthaltsort, die außerhalb der angerechneten Zeiten (s.u.) liegen. Freizeit wird nicht auf die geleistete Arbeitszeit angerechnet.
b)
Für Arbeitstage von Montag bis Freitag, an denen eine Reise stattfindet, wird pauschal eine Arbeitszeit im Ausmaß von 8,5 Stunden angerechnet. Diese pauschale Arbeitszeitanrechnung umfasst sowohl die Reisezeit, wie auch die an diesem Tag, gleichgültig wo, geleistete Arbeitszeit. Die Zeiten des aufgetragenen Lenkens eines Kraftfahrzeuges gelten dabei als Arbeitszeit.
c)
Die Arbeitnehmerin / der Arbeitnehmer, die / der am Abreisetag oder Rückreisetag zu arbeiten hat, ist berechtigt, den Arbeitsbeginn oder das Arbeitsende am jeweiligen Tag im Hinblick auf die bevorstehende Reisebewegung so festzulegen, dass ihr / ihm noch ausreichend Zeit für allenfalls notwendige Reisevorbereitungen verbleibt.
d)
Übersteigt die reine Arbeitszeit an Tagen im Sinne der lit b jedoch nachweislich 8,5 Stunden, ist die 8,5 Stunden übersteigende Arbeitszeit als Überstundenleistung abzugelten.
e)
Sofern eine Reise auch Tage, auf die die Wochen(end)ruhe des Arbeitnehmers fällt, oder österreichische gesetzliche Feiertage umfasst, müssen diese, sofern es möglich ist, sonst zur Gänze arbeitsfrei bleiben.
f)
Für derartige Reisetage erhält die Arbeitnehmerin / der Arbeitnehmer als Kompensation eine entsprechende Zahl von zusätzlichen freien Tagen unter Fortzahlung des Entgelts.
g)
Angeordnete Lenktätigkeiten während der Wochen(end)ruhe und an gesetzlichen Feiertagen sind als Überstunden bzw. Feiertagsstunden finanziell zu vergüten. Lenktätigkeiten zu Zeiten der Wochen(end)ruhe müssen so ausgeführt werden, dass die 36-stündige Wochenruhe nicht gestört wird. Muss die Arbeitnehmerin / der Arbeitnehmer notwendigerweise an einem österreichischen gesetzlichen Feiertag im Zielort arbeiten, so ist die Arbeitszeit gesondert als Feiertagsarbeit zu vergüten. Der Anspruch auf die Konsumation eines Ersatztages gemäß lit f fällt in diesem Fall weg.
h)
Führungskräfte, aber auch ausführende Organe wie Registrare sollen darauf achten, dass bei der Planung von Reisen besonders belastende Umstände sowohl bei der Reisebewegung, wie auch bei der Organisation der Arbeit vermieden werden. Bei Reisebewegungen unter besonders belastenden Umständen wie zB Kurier-Begleitungen von LKW-Transporten, die mehrere Tage dauern, oder bei überlangen Reisetagen soll abweichend eine höhere Abgeltung erfolgen, die sich am Niveau der vor dem KV 2015 geltenden Arbeitszeitvergütung orientiert.
Ist absehbar, dass zB bei Ausstellungsauf- oder Abbauten mit einer Arbeitszeit von maximal 8,5 Stunden täglich nicht das Auslangen gefunden werden kann, sind von vorne herein entsprechende Überstunden zu planen.


3.

Art IV, § 27 lautet:
§ 27 Einstufung - Entlohnungsgruppen
(1)  Die Arbeitnehmerinnen/die Arbeitnehmer sind entsprechend den von ihnen überwiegend verrichteten Tätigkeiten und entsprechend ihrer Qualifikation den in der Folge dargestellten Entlohnungsgruppen zuzuordnen. Vom Abschluss einer angeführten Ausbildung kann nur dann ausnahmsweise abgesehen werden, wenn die geforderte Qualifikation nachweislich auf andere Art erlangt wurde. Die Entscheidung über derartige Ausnahmen ist der Geschäftsführung vorbehalten.
Gruppe 1a:
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, für deren Tätigkeit üblicherweise ein abgeschlossenes Doktorats(PhD)- oder Master- (Diplom-)Studium an einer Universität erforderlich ist, und die über eine solche verfügen,
wie zB
wissenschaftlicher Dienst, akademische Restauratorinnen/Restauratoren, Kunst- und Kulturvermittlerinnen/Kunst- und Kulturvermittler, sofern ihnen vertraglich eine erhebliche Steuerung der Programmlinie und der Vermittlungsstrategien obliegt, Chemikerinnen/Chemiker, Juristinnen/Juristen, Leiterinnen/Leiter der Sammlungen und Abteilungen, soweit es sich nicht um leitende Angestellte im Sinne des ArbVG handelt, Verantwortliche/r für die gesamte IT-Systembetreuung, IT-Projektkoordinator/in. Wird für das entsprechende Fachgebiet ausnahmsweise keine universitäre Ausbildung angeboten, dann genügt der Abschluss einer einschlägigen Fachhochschule.
Gruppe 1b:
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, für deren Tätigkeit üblicherweise ein abgeschlossenes Bachelorstudium auf einer Universität, ein abgeschlossenes Studium an einer Fachhochschule, College- oder sonstige gleichwertige Ausbildung erforderlich ist, und die über eine solche verfügen,
wie zB
Bibliothekarinnen/Bibliothekare, Restauratorinnen/Restauratoren, Kunst- und Kulturvermittlerinnen/Kunst- und Kulturvermittler, soweit sie nicht in Gruppe la einzustufen sind, Fotografinnen/Fotografen, Grafikerinnen/Grafiker, IT-Netzwerkadministrator/in, IT-Systemadministrator/in. Der Abschluss einer höheren technischen Lehranstalt mit dreijähriger facheinschlägiger Berufspraxis wird als gleichwertige Ausbildung angesehen.
Gruppe 2:
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, für deren Tätigkeit üblicherweise eine Reifeprüfung an einer allgemeinbildenden oder berufsbildenden höheren Schule erforderlich ist, die über eine solche verfügen und die selbständig konzeptive Arbeiten verrichten,
wie zB
IT-Systemanalytiker/in, IT-Telefonadministrator/in, Leiterin/Leiter im Bereich Heizung-Klima-Lüftung (HKL), Depotleiterin/Depotieiter
Gruppe 3:
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die nach allgemeinen Richtlinien und Weisungen fachliche oder administrative Arbeiten im Rahmen eines ihnen erteilten Auftrages selbständig erledigen,
wie zB
Sekretariatskräfte, Brandschutzbeauftragte, Hauselektrikerinnen/Hauselektriker, Schlosserinnen/Schlosser und sonstige Handwerkerinnen/Handwerker mit abgeschlossener Berufsausbildung, Kassiere an den besucherintensiven Standorten KHM und Schatzkammner, Verkäuferinnen/Verkäufer mit Zusatzqualifikation, IT-Systemtechniker/in, IT-Controller/in, Helpdeskverantwortliche, Heizungs-, Klima-, Lüftungsverantwortliche, Depotmitarbeiterinnen/Depotmitarbeiter, Leiter/in des Serviceteams, Teamleiterinnen/Teamleiter im Guest Service, Sicherheitsdienst in der Sicherheitszentrale einschließlich Springerinnen/Springer und Portiere
Gruppe 4:
Arbeitnehmerinnen / Arbeitnehmer, die ein fache, nicht schematische oder mechanische Arbeiten nach vorgegebenen Richtlinien und genauer Arbeitsanweisung verrichten, für die im Regelfall lediglich eine kurze Einarbeitungszeit erforderlich ist,
zB
Telefonistinnen/Telefonisten, angelernte Verkäuferinnen/Verkäufer, im Guest Service tätige Mitarbeiterinnen mit erweiterten Funktionen wie zB teilweisem Kassen- und Shopeinsatz. Mindestens einjähriger zeitlich erheblicher Einsatz in mehreren besonders qualifizierten Arbeitsbereichen wie Infonnationsstand, zbV-Dienste und Zutrittskontrolle mit gutem Verwendungserfolg ist dabei ebenfalls als erweiterte Funktion zu bewerten.
Gruppe 5:
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, di e einfache schematische oder mechanische Arbeiten verrichten,
zB
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter im Guest Service, Botinnen/Boten, Reinigungskräfte, Serviceteam im Bereich Gebäudemanagement
(2)  Für die angeführten Gruppen gilt die im Anhang A ausgewiesene Brutto-Gehaltstabelle, welche einen integrierenden Bestandteil dieses Kollektivvertrages bildet.
(3)  Für Lehrlinge und Ferialarbeitnehmerinnen / Ferialarbeitnehmer gilt ausschließlich die für derartige Beschäftigungsverhältnisse vorgesehene einheitliche Einstufung und der Brutto-Gehaltsansatz im Rahmen des Anhanges A.
(4)  Unter Ferialarbeitnehmerinnen/Ferialarbeitnehmer im Sinne dieses Kollektivvertrages sind folgende befristete Beschäftigungsverhältnisse in der Dauer von maximal 92 Kalendertagen zu verstehen:
a)
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die eine Tätigkeit, die der Entlohnungsgruppe 5 zuzuordnen ist, verrichten, sofern dies ausschließlich in der Zeit von 1.7. bis 30.9. erfolgt.
b)
Studentische Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, die bei Abschluss des Arbeitsvertrages ein für die in Betracht kommende Verwendung vorgesehenes Studium an einer Universität oder Fachhochschule noch nicht abgeschlossen haben, sofern deren Tätigkeit den Entlohnungsgruppen 2 bis 1a zuzuordnen ist.

Wird das Dienstverhältnis einer Ferialarbeitnehmerinleines Ferialarbeitnehmers über die Dauer von 92 Kalendertagen hinaus fortgesetzt, so ist die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer rückwirkend ab Beginn der Beschäftigung gemäß Absatz 1 einzustufen und die Entgeltdifferenz nachzuzahlen. Die Beschäftigung in einem Dienstverhältnis gem. Art VIII oder Art IX des Kollektivvertrages im Anschluss an eine Tätigkeit als Ferialarbeitnehmerin / Ferialarbeitnehmer ist keine Fortsetzung im Sinne des vorangegangenen Satzes.


4.

Art. IV, § 31 Abs 1 lautet ab 1.7.2021:
(1)  Die nachstehenden Regelungen legen die Abgeltung von Leitungsfunktionen der ersten Ebene wie folgt fest:
a.
Eine Leitungszulage gebührt Jenen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern, die dauernd mit der Leitung
  • einer Sammlung, die der Geschäftsführung direkt untersteht
  • einer Abteilung, die direkt der Geschäftsführung untersteht oder
  • einer Abteilung, die direkt einer Museumsdirektion untersteht betraut wurden.
b.
Die Leitungszulage gebührt in jener Höhe, die sich bei angemessener Berücksichtigung der Verantwortung der Leiterin / des Leiters, zB anhand der Höhe des Budgets und der Zahl der Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter, ausgehend von einer Bandbreite von mindestens € 572,08 bis höchstens € 1.144,15 brutto, ergibt.
Der Betriebsrat ist bei der Festsetzung der Höhe für die jeweilige Organisationseinheit anzuhören.


5.

Art IV, § 33 Abs 1 lautet:
(1)  Der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer gebührt für Dienstleistungen an einem Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, ausgenommen die Fälle des § 22 Abs 8 lit e) und f), anstelle der Überstundenvergütung eine Sonn- und Feiertagsvergütung.


6.

Art IV, § 34 lautet ab 1.7.2021 :
§ 34 Schmutzvergütung
Wenn mit der beruflichen Tätigkeit eine Verschmutzung in besonderem Ausmaß verbunden ist, gebührt eine monatliche Schmutzvergütung (12mal jährlich) in der Höhe von € 27,87 brutto. Diese Schmutzvergütung ist auf Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer im handwerklichen Dienst beschränkt.


7

Art IV, § 41 Abs 5 entfällt.

Art IV, § 41 Abs 5 entfällt.


8

Art IV, § 43 Abs 5 lautet:
(5)  Bei der Planung von Reisen ist auch zu besprechen, ob die Kinderbetreuung gewährleistet ist und ob der Arbeitnehmerin / dem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der Reise Betreuungskosten erwachsen. Weist die Arbeitnehmerin / der Arbeitnehmer in der Reisespesenabrechnung Kosten einer Kinderbetreuung nach, die durch die Reise erforderlich geworden sind, so ist dieser Aufwand im ortsüblichen Ausmaß zu ersetzen.


9.

Art VIII Präambel lautet:
Kunst-/Kulturvermittler/innen mit erhöhter Flexibilität der Dienstleistung
Diese Mitarbeiter/innen sind mit der Konzeption und Durchführung von Angeboten für Besucherlinnen, zur personalen und medialen Vermittlung der Inhalte des Museums, beauftragt. Es ist der ausdrückliche Wunsch, auch die flexiblen Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter kontinuierlich in die Museumsarbeit einzubeziehen und ihnen die Möglichkeit einer maßgeblichen inhaltlichen und programmatischen Mitwirkung in der Vermittlung zu bieten.
Das besondere Unterscheidungsmerkmal von anderen Beschäftigungsverhältnissen im Rahmen dieses Kollektivvertrages ist dabei der kurzfristige, idR stundenweise Einsatz gegen Führungsentgelt bei weitgehend freier Diensteinteilung.
Typischerweise haben sowohl der Arbeitgeber wie auch die Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer bei diesen Beschäftigungsverhältnissen Interesse an einer erhöhten Flexibilität der Dienstleistung. Die Ablehnung der Annahme von Vermittlungstätigkeiten durch die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer führt zu keinen arbeitsrechtlichen Sanktionen.


10.

Abs 6 lautet ab 1.7.2021:
(6)  Die genannten Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer haben Anspruch auf folgende Entgelte pro Führung, wobei die Entgelte insbesondere auch die Abgeltung sämtlicher Vorbereitungs-, Nachbereitungs- und Wegzeiten enthalten:
Ab 1.7.2021:
a.
€ 41,92 brutto für eine (einstündige) Führungseinheit. Stunde zuzüglich Sonderzahlungsanteil analog zu Art. IV, § 25 von € 6,98 brutto/Stunde.
b.
€ 62,88 brutto für jede (einstündige) Führungseinheit, die frühestens um 18 Uhr beginnt, zuzüglich Sonderzahlungsanteil analog zu Art. IV, § 25 von € 10,48 brutto/Stunde.
c.
€ 83,83 brutto für jede (einstündige) Führungseinheit bei einem Abendevent, die frühestens um 18 Uhr beginnt. Mit diesem erhöhten Führungsentgelt sind insbesondere auch alle allfälligen Wartezeiten bis zum tatsächlichen Beginn der Führung abgegolten. Der zusätzliche Sonderzahlungsanteil analog zu Art. IV, § 25 beträgt € 13,97 brutto/Stunde.
d.
€ 20,96 brutto pro Stunde für Konzeptarbeit, zuzüglich Sonderzahlungsanteil analog zu Art IV, § 25 von € 3,49 brutto/Stunde.
e.
€ 62,88 brutto für 1,5 stündige Vermittlungsangebote (Workshops, Aktivführungen etc.) zuzüglich Sonderzahlungsanteil analog zu Art. IV, § 25 von € 10,48 brutto/Stunde.
f.
€ 83,83 brutto für 1,5 stündige Vermittlungsangebote (Workshops, Aktivführungen etc.), die entsprechend lange Vor- und Nachbereitungszeit in Anspruch nehmen. Der zusätzliche Sonderzahlungsanteil analog zu Art. IV, § 25 beträgt € 13,97 brutto/Stunde.
g.
§ 125,76 brutto pro Sonntagsatelier (2,5 Stunden) zuzüglich Sonderzahlungsanteil von € 20,96 brutto/Stunde.

Im Fall der Leistung eines Vielfachen der hier angeführten Zeiteinheit ist das Entgelt entsprechend zu vervielfachen.


11.

Art IX erhält folgende neue Überschrift samt folgender Präambel:
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer im Guest Service mit erhöhter Flexibilität der Dienstleistung (Guest Service Plus)
Das KHM bietet Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern mit dem Wunsch nach einer besonders flexiblen Beschäftigung geringen Ausmaßes, die vor allem mit einem Studium gut vereinbar ist, die Möglichkeit einer Tätigkeit im Publikumsdienst bzw. Sicherheitsbereich (Museumsaufsichts- und Besucherdienst) oder bei Hilfstätigkeitenjedweder Art. Es haben typischerweise beide Partner dieser Beschäftigungsverhältnisse Interesse an einer erhöhten Flexibilität der Dienstleistung. Das Beschäftigungsverhältnis ist von beiden Seiten typischerweise nicht auf Langfristigkeit angelegt.


12.

Art IX Abs 1 lautet:
(1)  Die folgenden Regelungen des Artikel IX des Kollektivvertrages gelten ausschließlich für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer mit flexibler Diensteinteilung, die im Rahmen des Guest Service Plus (früher "Studentenpool") mit Tätigkeiten des Publikums- bzw. Sicherheitsdienstes oder Hilfstätigkeiten jedweder Art beschäftigt werden, wobei das Ausmaß einer geringfügigen monatlichen Tätigkeit gemäß § 5 Abs 2 ASVG nicht überschritten wird.


13.

Art IX Abs 9 lautet ab 1.7.2021:
(9)  Die genannten Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer haben Anspruch auf folgende Entgelte:
Ab 1.7.2021:
Stundensatz Guest Service Plus - Dienste: € 7,27 brutto /Stunde zuzüglich Sonderzahlungsanteil analog zu Art IV, § 25 von € 1,21 brutto pro Stunde
Bereitschaftsentgelt Guest Service Plus: € 8,48 brutto pro Bereitschaftsstunde, falls für die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer an diesem Tag kein Dienst anfällt.


14.

Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten:

Kunst- und Kulturvermittlerinnen / Kunst- und Kulturvermittler, die zum 31.12.2020 dem Art IV des KHM-Kollektivvertrag unterliegen und in das Entlohnungsschema ./A, Entlohnungsgruppe 1a eingestuft sind, behalten ungeachtet der Z3 dieses Kollektivvertrages ihre Einstufung in die bisherige Entlohnungsgruppe einschließlich des Entgelts, das in dieser Entlohnungsgruppe gebührt. Der Kollektivvertrag tritt mit 1.1.2021 in Kraft, soweit nicht andere Zeitpunkte des Inkrafttretens im Text vorgesehen sind.


15.
Der Kollektivvertrag für den KHM-Museumsverband lautet daher zum Stichtag 1.7.2021, wie aus der Anlage 3 ersichtlich.



Wien, am 26.11.2020
Für den
KHM-Museumsverband:
Für den
Österreichischen Gewerkschaftsbund
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst:
GDin Dr. Sabine Haag Dr. Paul Frey Dr. Norbert Schnedl
Geschäftsführung Vorsitzender
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