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KV-Infoplattform

Bauindustrie und Baugewerbe / ZKV Zammertunnel / Zusatz

Zusatzkollektivvertrag


vom 27.04.1994
Über die Regelung der wöchentlichen Ruhezeit zur Einführung der Dekade im Sinne des § 5 (5) Arbeitsruhegesetz, abgeschlossen zwischen dem Fachverband der Bauindustrie, Bundesinnung der Baugewerbe einerseits, dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter andererseits, zum Kollektivvertrag für Bauindustrie und Baugewerbe und dem Zusatzkollektivvertrag
in der geltenden Fassung.


§ 1 Geltungsbereich
a)
Räumlich: ARBEITSGEMEINSCHAFT ZAMMERTUNNEL
Beton- und Monierbau, Hofman & Maculan,
Innerebner & Mayer, Jäger
6511 Zams
b)
Persönlich: Auf alle Arbeitnehmer, die nicht Angestellte im Sinne des Angestelltengesetzes oder Lehrlinge im Sinne des Berufsausbildungsgesetzes (BAG) sind und bei einem der in c) genannten Betriebe bzw. einer von diesen gebildeten Arbeitsgemeinschaften beschäftigt sind.
c)
Fachlich: Auf alle Betriebe, deren Inhaber Mitglieder der Bundesinnung der Baugewerbe oder des Fachverbandes der Bauindustrie sind bzw. die von diesen Betrieben gebildeten Arbeitsgemeinschaften.


§ 2 ZULASSUNG DER DEKADENARBEIT
1.)Gemäß § 5 des Arbeitsruhegesetzes wird vereinbart, daß die wöchentliche Ruhezeit zur Ermöglichung von Dekadenarbeit für einzelne Wochen gekürzt oder zur Gänze entfallen kann, wenn in einem 4-wöchigen Durchrechnungszeitraum eine durchschnittliche wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden gesichert ist.
Zur Berechnung dürfen nur mindestens 24-stündige Ruhezeiten herangezogen werden.
Wird in einer Woche keine Ruhezeit gewährt, so ist in der nächsten Woche eine mindestens 48-stündige ununterbrochene Ruhezeit zu gewähren.
2.)Gemäß § 4 (9) AZG wird vereinbart, daß die Arbeitszeit innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von höchstens 4 Wochen so verteilt werden darf, daß sie im wöchentlichen Durchschnitt die gesetzliche Normalarbeitszeit von 39 Stunden nicht überschreitet. § 2 A Rahmen-KV ist analog anzuwenden.
3.)Die genaue Festsetzung des Schichtplanes bzw. die Einteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage bleibt gem. § 97 (1) Ziffer 2 des Arbeitsverfassungsgesetzes (ArbVG) einer Betriebsvereinbarung vorbehalten.


§ 3 FEIERTAGSBEZAHLUNG
Feiertage, die zeitlich in den Abgang der Dekade und auf einen Werktag (ausgenommen Samstag) fallen, sind nach dem Ausfallprinzip zu bezahlen.


§ 4 ANWARTSCHAFT gem. BAUARBEITER URLAUBS- und ABFERTIGUNGSGESETZ (BUAG)
Gemäß § 6 des Bauarbeiterurlaubs- und Abfertigungsgesetzes gelten auch Wochen, in die aufgrund dieser Vereinbarung bzw. einer Vereinbarung gem. § 97 (1) Ziffer 2 des Arbeitsverfassungsgesetzes weniger als 31 Stunden an die Beschäftigungszeiten fallen, als Anwartschaftswochen.


§ 5 WIRKSAMKEITSBEGINN UND GELTUNGSDAUER
Dieser Zusatzkollektivvertrag tritt mit Unterzeichnung der Vertragspartner in Kraft und gilt auf Baustellendauer.
Er kann jedoch von jeder vertragschließenden Partei unter Einhaltung einer 3-monatigen Kündigungsfrist zum Monatsende durch eingeschriebenen Brief gekündigt werden.
FACHVERBAND DER BAUINDUSTRIE
Ing. Ernst Nussbaumer Dr. Johannes Schenk
Fachverbandsvorsteher Geschäftsführer
ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND

GEWERKSCHAFT DER BAU- UND HOLZARBEITER
Bundesminister Josef Hesoun Johann Driemer
Vorsitzender Zentralsekretär


Betriebsvereinbarung
Über die Einteilung der Arbeitszeit gemäß § 97 Absatz 1 Ziffer 2 Arbeitsverfassungsgesetz
Abgeschlossen zwischen den Betriebsräten der Firmen Beton- und Monierbau, Hofmann und Maculan, Innerebner und Mayer, Jäger einerseits und der ARGE ZAMMERTUNNEL, Bauleitung, 6511 Zams, andererseits.


§ 1 Geltungsdauer
Diese Betriebsvereinbarung tritt mit 1.8.1994 in Kraft und endet mit der Fertigstellung der Baustelle.


2 Schichtplan
Der Schichtplan liegt als Anlage 1 dieser Betriebsvereinbarung bei.
Für den Betriebsrat: Die Bauleitung:
Zentralbetriebsrat der Arbeitsgemeinschaft
Beton und Monierbau GesmbH Zammertunnel
Innsbruck Bauleitung
                             1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Ostvortrieb Drittel 1 C C C C D D D D C C C C
Drittel 2 D D D D C C C C D D D D
Drittel 3 C C C C D D D D
17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29
Ostvortrieb Drittel 1 D D D D C C C C D
Drittel 2 C C C C D D D D
Drittel 3 C C C C D D D D C
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Westvortrieb Drittel 1 N N N M M M F F F N N N M
Drittel 2 M M M F F F N N N M M M F
Drittel 3 F F F N N N M M M F F F
Drittel 4 N N N M M M F F F N
17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29
Westvortrieb Drittel 1 M M F F F N N N M M
Drittel 2 F F N N N M M M F F
Drittel 3 N N N M M M F F F
Drittel 4 N N M M M F F F N N
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Werkstatt A-Schicht /T T T T T T T T T T/ /T T
B-Schicht T T T/ /T T T T T T T T T
17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29
Werkstatt A-Schicht T T T T T T T T/ /T
B-Schicht T/ /T T T T T T T T
Ostvortrieb: D-Schicht: Morgenschicht 05.00 - 09.30 10.00 - 14.00
ca. 30 Mann E-Schicht: Spätschicht 14.00 - 18.30 19.00 - 23.00
Westvortrieb: F-Schicht: Frühschicht 06.00 - 14.00
ca. 24 Mann M-Schicht: Mittagschicht 14.00 - 22.00
N-Schicht: Nachtschicht 22.00 - 06.00
Werkstatt T -Schicht: Tagschicht 07.00 - 12.00 13.00 - 18.00
/T-Schicht: 1/2 Tagschicht 07.00 - 12.00 bzw 13.00 - 18.00

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