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Vereinigte Bühnen W / technisches Personal u. Verwaltung / Beilage

ÄNDERUNG ZUM KOLLEKTIVVERTRAG


abgeschlossen zwischen der WIRTSCHAFTSKAMMER WIEN Fachgruppe Wien der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft A-1010 Wien, Judenplatz 3–4 im Folgenden "Theaterunternehmer" genannt

und dem

ÖSTERREICHISCHEN GEWERKSCHAFTSBUND Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe A-1090 Wien, Maria-Theresien-Straße 11 im Folgenden "Gewerkschaft" genannt

Die Vertragspartner haben sich geeinigt, sodass mit Wirkung von 1. Jänner 2013 die hier angeführten Paragraphen wie folgt lauten:


§ 9 Allgemeine Bestimmungen über die Entgeltfortzahlung
1.  Die Höhe der Entgeltfortzahlung für die Dienstnehmer, deren Dienstverhältnisse durch diesen Kollektivvertrag erfasst werden, ergibt sich, soweit nicht günstigere Sondervereinbarungen (§ 3 Abs. 3) gültig getroffen werden, aus dem lohn- und gehaltsrechtlichen Teil dieses Kollektivvertrages.
2.  Der Normalstundensatz, der den Sondervergütungen aller Art zugrunde zu legen ist, beträgt derzeit
a)
für Vorstellungsaushelfer, Oberbilleteure pro Vorstellung, Billeteure, Publikumsgarderobiere und sonstiges Dienstpersonal der Zuschauerräume pro Vorstellung 2/9 des im lohn- und gehaltsrechtlichen Teil festgelegten Vorstellungsentgeltes.
b)
Für Angehörige des unregelmäßigen Dienstes beträgt der Normalstundenlohn/das Normalstundengehalt 1/165. Für Angehörige des regelmäßigen Dienstes beträgt der Normalstundensatz 1/152.
c)
Für Angehörige des unregelmäßigen Dienstes, die gemäß der Bestimmungen dieses Kollektivvertrages ab 1.1.2013 im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung der jeweiligen Nebengebühren verzichtet haben, wird der Überstundenteiler mit 170 festgelegt.
3.  Der Lohn- bzw. Gehaltsmonat entspricht dem Kalendermonat. Der Wochenlohn/das Wochengehalt beträgt 1/4,33 des Lohn- bzw. Gehaltsmonats. Wird ein Dienstverhältnis mit Monatsbezug im Laufe des Lohn- bzw. Gehaltsmonats begonnen oder beendet, so ist jeder Arbeitstag mit 1/30 des Monatslohnes bzw. -gehaltes abzugelten. Soweit im Kollektivvertrag der Begriff "Tagsatz" verwendet wird, sind darunter bei regelmäßigem Dienst 7 Stunden Normalarbeitszeit, bei unregelmäßigem Dienst 7,6 Stunden Normalarbeitszeit zu verstehen. Ein Tagsatz gilt auch für den Urlaubstag, den Krankenstandstag und sonstige entgeltpflichtige Arbeitszeiten.
4.  Der Monatsbezug ist am Letzten des Kalendermonats auszuzahlen. Ebenfalls ist jedem Dienstnehmer bis zum Monatsletzten eine Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung auszuhändigen, aus der der Bruttolohn/das Bruttogehalt, allfällige Zuschläge, Vergütung für Mehrarbeitsleistungen und dgl. sowie die Abzüge einzeln ersichtlich sind. Für Mitarbeiter des Publikumdienstes, für Vorstellungs- und Tagesaushelfer kann im Rahmen einer Betriebsvereinbarung eine davon abweichende Regelung getroffen werden.
5.  Mehrarbeitsleistungen in der Dauer bis zu 30 Minuten sind als halbstündige, solche von 31 bis 60 Minuten als ganzstündige zu vergüten.
6.  Für die Bemessung des Urlaubsentgeltes nach den Bestimmungen des Urlaubsgesetzes wird als Berechnungsgrundlage für die Urlaubsdurchrechnung Folgendes herangezogen:
a)
das vom Dienstnehmer im Zeitraum vom 1. Jänner bis 31. Dezember des letzten Kalenderjahres ins Verdienen gebrachte Überstundenentgelt;
b)
die vom Dienstnehmer im Zeitraum vom 1. Jänner bis 31. Dezember des letzten Kalenderjahres ins Verdienen gebrachten Mehrleistungsvergütungen (Prämien und Zulagen) unter Nichtbeachtung von Haushalts- und Kinderzulage, Fehlgeld, Schmutzzulage, Treueprämie und Aufwandersätzen (z. B. Taxigeld, Fahrtkostenzuschuss lt. BV 9, ...). Jener Teil des Urlaubsentgelts, der sich aus dieser Berechnung ergibt (nicht Grundlohn bzw. -gehalt), ist jeweils am 31. August eines jeden Kalenderjahres dem Dienstnehmer auszubezahlen. Im ersten Beschäftigungsjahr ist die tatsächliche Beschäftigungszeit im Kalenderjahr zugrunde zu legen.
7.  Dem Theaterunternehmer ist es auch gestattet, Pauschalverträge abzuschließen. Eine solche Vereinbarung wird im jeweiligen Dienstvertrag ausgewiesen.
8.  Im Grundlohn bzw. -gehalt der Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst sind 15 % als Abgeltung für die Verpflichtung zur Teilnahme an Sonn - und Feiertagsarbeiten sowie für die Abgeltung von regelmäßiger Nachtarbeit, sofern diese in der Normalarbeitszeit liegt, enthalten.


§ 18 Arbeitszeit
1.  Die normale Arbeitszeit ist auf die 5-Tage-Woche aufgebaut:
a)
Regelmäßiger Dienst:
fixe Arbeitseinteilung von Montag bis Freitag entsprechend der 35-Stunden-Woche mit einer maximalen Arbeitszeit von täglich 8 Stunden.
b)
Unregelmäßiger Dienst:
auf der Basis der 38-Stunden-Woche von Montag bis Sonntag mit zwei zusammenhängenden freien Tagen, wobei die tägliche Normalarbeitszeit mindestens 4,5 Stunden und höchstens 10 Stunden betragen darf. Bei Konzerten kann die Mindestnormalarbeitszeit bis auf 4 Stunden pro Tag herabgesetzt werden.
Die wöchentliche Normalarbeitszeit kann zwischen 22,5 Stunden und 45 Stunden Normalarbeitszeit betragen, wobei einmal im Zeitraum von vier Wochen die Normalarbeitszeit auf 48 Stunden ausgedehnt werden kann. Die Mindestarbeitszeit von 22,5 Stunden kann jedoch bis zu einem Ausmaß von 5 x pro Jahr bis auf 0 Stunden unterschritten werden. Die solcherart entstehende längere Freizeit ist blockweise im Zusammenhang mit den Wochenruhetagen zu gewähren. Für den Fall der Unterschreitung der wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 22,5 Stunden ist die Bekanntgabe vier Wochen im Vorhinein vorzunehmen.
Der Durchrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr.
2.  Dienstnehmer, die dauernd im regelmäßigen Dienst eingeteilt sind, können ausnahmsweise tageweise in den unregelmäßigen Dienst eingeteilt werden. Diese Einteilung darf aber insgesamt 100 Arbeitstage pro Kalenderjahr nicht überschreiten, andernfalls ist der Dienstnehmer gänzlich in den unregelmäßigen Dienst einzuteilen (§ 30 Abs. 5).
Für den Fall der zeitweisen Überstellung in den unregelmäßigen Dienst bleibt es bei der 35-stündigen Normalarbeitszeit, der Wochendurchrechnung und dem bisherigen Lohn/Gehalt, auf § 30 Abs. 5 des Kollektivvertrages wird hingewiesen.
3.  Der regelmäßige tägliche Dienst ist der zusammenhängende Dienst von Montag bis Freitag. Beginn und Ende der Arbeitszeit wird zwischen 7.30 Uhr und 20.30 Uhr festgelegt und kann im Einvernehmen mit dem Betriebsrat geregelt werden.
4.  Der unregelmäßige Dienst ist ein Dienst, bei dem die wöchentliche Diensteinteilung durch Dienstplan erfolgt. Der Dienstplan und die namentliche Diensteinteilung sind bis spätestens Freitag 17.00 Uhr für die kommende Woche bindend bekannt zu geben. Ruhetage müssen vier Wochen im Vorhinein bekannt gegeben werden. Die am wöchentlichen Dienstplan angegebenen Arbeitsstunden sind grundsätzlich zu bezahlen. Bei Hauptproben, Generalproben, Abänderungen von Vorstellungen oder Umbesetzungen kann der Dienstplan im Einvernehmen mit dem Betriebsrat kurzfristig geändert werden.
Die Normalarbeitsleistung für Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst kann vom Theaterunternehmer in der Zeit zwischen 7.30 Uhr und Ende der Abendvorstellung und an Tagen, an denen keine Abendvorstellung stattfindet, zwischen 7.30 Uhr und 23.00 Uhr in Anspruch genommen werden. Sofern ein Dienst insgesamt nicht länger als 7,6 Stunden dauert und der Dienst nicht geteilt wird, kann der Dienstnehmer auch nach dem Ende der Abendvorstellung bis 23.00 Uhr, insbesondere zum Ab- und Umbau, beschäftigt werden.
Die Normalarbeitszeit des sonstigen Hauspersonals kann vom Theaterunternehmer in der Zeit zwischen 6.00 Uhr und dem Ende der letzten Vorstellung (auch Nachtvorstellung) in Anspruch genommen werden, an Tagen, an denen keine Vorstellung stattfindet, zwischen 6.00 und 21.00 Uhr.
Als Schluss einer Vorstellung gilt das Ende der nach den feuerpolizeilichen und sonstigen Sicherheitsbestimmungen erforderlichen Abräumungsarbeiten.
Für Beginn und Ende der Arbeitszeit des Sicherheitsdienstes gelten diese Beschränkungen nicht.
5. 
a)
Wird ein Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst an einem Arbeitstag zu mehr als zweimaligem Arbeitsantritt verhalten, so gilt die kürzere der beiden Arbeitsunterbrechungen als Arbeitsleistung. Die kürzeste, ungeteilte Arbeitszeit muss 2 Stunden und ein Teil der geteilten Arbeitszeit mindestens 4,5 Stunden betragen, die kürzeste, ungeteilte Arbeitsunterbrechung muss 2 Stunden betragen. Diese Regelung gilt für Dienste an einer Spielstätte.
b)
Ist ein Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst an einem Tag an mehr als einer Spielstätte zum Dienst eingeteilt, so ist die Diensteinteilung so vorzunehmen, dass zwischen dem Dienstende an der einen Spielstätte und dem Dienstbeginn an der anderen Spielstätte eine mindestens 2 1/2-stündige Unterbrechung sein muss. Kann die 2 1/2-stündige Unterbrechung nicht gewährt werden, so ist eine Unterbrechung auf 2 Stunden zulässig, wobei dann die Fahrzeit in die Arbeitszeit einzurechnen ist.
6.  Wird ein Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst an einem Tag zum Aufbau, zur Durchführung oder zum Abbau für zwei zu verschiedenen Zeiten, auch an zwei verschiedenen Spielstätten, ablaufenden Vorstellungen herangezogen, so gebührt ihm eine Erschwerniszulage in der Höhe von 4 Normalstundensätzen. Für die Inanspruchnahme eines Dienstnehmers bei einer dritten Vorstellung oder bei weiteren Vorstellungen am gleichen Tage, auch an zwei oder mehr Spielstätten, gelten diese Bestimmungen sinngemäß.
Dienstnehmer die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf die Erschwerniszulage in der Höhe von 4 Normalstundensätzen. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Erschwerniszulage zu verzichten.
7.  Das Zeitguthaben aus der Jahresdurchrechnung ist spätestens mit Ende des Durchrechnungszeitraums dem Dienstnehmer bekannt zu geben. Das Zeitguthaben ist spätestens binnen zwei Monaten nach Ablauf des Durchrechnungszeitraums mit einem 60%igen Zuschlag zu bezahlen. Mit diesem Zuschlag von 60 % sind Zahlungen gemäß § 18 Ziffer 7 bei der Berechnung von Entgeltfortzahlungen nicht zu berücksichtigen.
Minusstunden können nicht auf den nächstfolgenden Durchrechnungszeitraum übertragen werden. Sie gehen zu Lasten des Theaterunternehmens.


§ 19a Durchführung von Nachtvorstellungen
1.  Als Nachtvorstellung gilt eine Vorstellung, deren Beginnzeit nach 21.00 Uhr liegt oder nach 24.00 Uhr endet.
2.  Dem Theaterpersonal, das zu einer Nachtvorstellung zum Dienst eingeteilt wird, sind ab 23.00 Uhr Nachtstunden und verkürzte Nachtruhezeit zu verrechnen.
3.  Für den Aufbau der Nachtvorstellung nach der Abendvorstellung gebührt dem Dienstnehmer eine Prämie für Vor- und Einrichtungsarbeiten für Nachtvorstellungen lt. Nebengebührenliste. Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Prämie. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Prämie zu verzichten.
4.  Für den Aufbau und die Durchführung einer Nachtvorstellung nach einer Abendvorstellung gebührt dem Dienstnehmer eine Prämie für Nachtvorstellungsdienst gemäß der Nebengebührenliste. Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Prämie. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit. im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Prämie zu verzichten.
5.  Der Publikumsdienst erhält für die Nachtvorstellung 1 Vorstellungshonorar extra als Prämie verrechnet.


§ 26 Mehrarbeitsleistungen des Publikumsdienstes, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer
1.  Wird die Arbeitsleistung eines Angehörigen von PV für einen Vorstellungs- oder Probendienst länger als 4 1/2 Stunden (§ 25 Kollektivvertrag) in Anspruch genommen, so steht ihm für jede weitere halbe Stunde eine Vergütung von 2/9 des Vorstellungsentgeltes zu.
Hat ein Angehöriger von PV an einem Kalendertag mehr als zwei Vorstellungs- oder Probendienste, so gebührt ihm für jeden weiteren Dienst ein um 100 % erhöhtes Vorstellungsentgelt.
2.  Mittels individueller Vereinbarung kann verbindlich geregelt werden, dass Vorstellungsaushelfer sowie Angehörige des Publikumsdienstes im Zuge einer entsprechenden pauschalen Erhöhung des kollektivvertraglichen Entgeltes auf die gesonderte Verrechnung und Bezahlung bestimmter Nebengebühren verzichten.
Für den Fall des Abschlusses einer solchen Vereinbarung besteht daher ab 1.1.2013 kein Anspruch auf gesonderte Verrechnung und Bezahlung folgender in diesem Kollektivvertrag geregelter Nebengebühren:
  • Erschwerniszulage in der Höhe von 4 Normalstundensätzen (§ 18 Z 6; “Matinee”)
  • Vor- und Einrichtungsarbeiten für Nachtvorstellung (§ 19a Z 3 und Z 4)
  • Klaviertransport mechanisch (§ 30 Z 1 lit. a)
  • Klaviertransport händisch (§ 30 Z 1 lit. b)
  • Kutte (§ 30 Z 2 lit. a)
Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Nebengebühren.
3.  Für Tagesaushelfer gelten die Bestimmungen des Kollektivvertrages sinngemäß. Für Tagesaushelfer, die gemäß der Bestimmungen dieses Kollektivvertrages ab 1.1.2013 im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung der jeweiligen Nebengebühren verzichtet haben, wird der Überstundenteiler mit 156 festgelegt.


§ 30 Vergütungen
1.  Der Transport der Klaviere kann vom Bühnenpersonal verlangt werden, jedoch gebührt wegen der besonderen Sorgfalt, die dabei aufzuwenden ist, eine Sonderentschädigung im folgenden Ausmaße:
a)
wird ein Klavier mittels mechanischer Vorrichtung von einer Ebene in eine andere gehoben oder gesenkt, so gebührt ein Klaviertransport mechanisch lt. Nebengebührenliste (NGL)
b)
wird ein Klavier allein durch Menschenkraft oder durch Menschenkraft und mechanische Vorrichtung von einer Ebene in eine mindestens 50 cm höhere oder niedrigere oder über mehr als eine Stufe gehoben oder gesenkt, gebührt ein Klaviertransport händisch (mechanisch) lt. NGL

Für den Transport von anderen Tasteninstrumenten, deren Gewicht 100 kg übersteigt, gilt das Gleiche.
Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben weder Anspruch auf eine Nebengebühr gem. Z 1 lit. a noch auf eine Nebengebühr gem Z 1 lit. b. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Nebengebühren (gem. Z 1 lit. a und gem. Z 1 lit. b) zu verzichten.
2.  Wird ein Angehöriger des Vorstellungspersonals vom Dienstgeber dazu verhalten,
a)
in einer Tarnkleidung Arbeiten auf offener Bühne zu verrichten, so steht ihm ein Kuttengeld lt. NGL zu;
Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Nebengebühr. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Nebengebühr zu verzichten.
b)
im Kostüm oder im Arbeitsanzug auf offener Bühne Dienst zu leisten, steht ihm ein Kostümgeld lt. NGL zu. Ob die Voraussetzungen für diese Nebengebühr erfüllt sind, ist durch den zuständigen Verantwortlichen (etwa Technischer Direktor) für jeweils eine Produktion im Vorhinein festzulegen.
3.  Wird der bindende Dienstplan abgeändert, sind diese zusätzlichen Stunden nach den Bestimmungen des Kollektivvertrages zu bezahlen und dem Dienstnehmer gebührt eine Dienstplanänderungsprämie je angefangener Stunde gemäß NGL. Für jede Dienstplanänderung ist das Einvernehmen mit dem Betriebsrat herzustellen.
Wird ein Dienstnehmer an seinem freien Tag, wenn dieser wegen Dienstplanänderung abgelöst werden muss, zum Dienst eingeteilt, muss die Dienstplanänderungsprämie bezahlt werden.
Wird ein Dienstnehmer krank und er muss durch einen Kollegen ersetzt werden, gibt es für diesen Vertretungsdienst keine Dienstplanänderungsprämie.
Die Prämie für Dienstplanänderungen wird weiters nicht ausbezahlt bei Pflegefreistellung, Todesfall eines Dienstnehmers und Ersatz durch einen anderen sowie bei höherer Gewalt (z.B. Stromausfall vor dem Übergabepunkt zur hausinternen Stromversorgung, Erdbeben, Feuersbrunst, Blitzschlag, Bombendrohung; aber nicht techn. Gebrechen oder Fehlleistungen im Haus).
Bei einer täglichen zusammenhängenden Dienstzeit über 10,5 Stunden in Zusammenhang mit einer Dienstplanänderung wird die 1/2-stündige Pause in Form einer halben 50%igen Überstunde abgegolten.
4.  Endet der Dienst nach 23:30 Uhr, gebührt dem Dienstnehmer eine Heimbeförderungszulage (Taxigeld) gemäß NGL oder die tatsächlichen Taxikosten werden gegen Vorlage des Beleges rückerstattet.
5.  Mit Wirksamkeit 01.01.2006 ist ein neues Lohn- und Gehaltsschema für den unregelmäßigen und regelmäßigen Dienst Grundlage für die Überreihung eines Dienstnehmers vom regelmäßigen Dienst in den unregelmäßigen Dienst.
Dienstnehmer im regelmäßigen Dienst, die tageweise in den unregelmäßigen Dienst übernommen werden, erhalten pro Tag 1/22 dieser Differenz bei linearer Lohnstufe und Lohngruppe (siehe § 18 Abs. 2).
6.  Dem Dienstnehmer gebührt eine Haushaltszulage entsprechend den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 29.02.1956 über die Bezüge der Bundesbeamten (Gehaltsgesetz 1956), unter Berücksichtigung der Gesetze, die zur Abänderung des Gehaltsgesetzes erlassen wurden und künftig erlassen werden.


Unterzeichnungsprotokoll
Für die
Wirtschaftskammer Wien
Fachgruppe Wien der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
KR Fery Keinrath
Obmann der Fachgruppe
Mag. Oswald Bacovsky
Fachgruppengeschäftsführer
Für die
Vereinigten Bühnen Wien GmbH
Linke Wienzeile 6
1060 Wien
Mag. Thomas Drozda
Generaldirektor
Für den Österreichischen Gewerkschaftsbund
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten –
Kunst, Medien, Sport, freie Berufe
Ing. Christian Meidlinger
Vorsitzender
Angela Lueger
stv. Vorsitzende

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