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KV-Infoplattform

KOLLEKTIVVERTRAG

abgeschlossen zwischen
der
WIRTSCHAFTKAMMER WIEN
Fachgruppe Wien der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
A-1010 Wien, Judenplatz 3 - 4
im Folgenden "Theaterunternehmer" genannt

und dem

ÖSTERREICHISCHEN GEWERKSCHAFTSBUND
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe
A-1090 Wien, Maria-Theresien-Straße 11
im Folgenden "Gewerkschaft" genannt

I. ABSCHNITT


Rechtsverhältnisse zwischen den Kollektivvertragspartnern


§ 1 Geltungsbereich
1.  Dieser Kollektivvertrag regelt alle Dienstverhältnisse der Technik und der Verwaltung, die zwischen dem Theaterunternehmer Vereinigte Bühnen Wien GmbH und jenen Dienstnehmern, die einer in diesem Kollektivvertrag ausdrücklich angeführten Lohngruppen angehören, bestehen oder die während der Geltung dieses Kollektivvertrages begründet werden. Zur Klarstellung wird festgehalten, dass leitende Angestellte von der Anwendung dieses Kollektivvertrages ausdrücklich ausgenommen sind.
2.  Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung, wie z.B. Dienstnehmer/Innen, verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.


§ 2 Beginn und Geltungsdauer des Kollektivvertrages
1.  Dieser Kollektivvertrag tritt mit Wirksamkeit vom
1. Jänner 2010
in Kraft.
2.  Dieser Kollektivvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Jedem der beiden Kollektivvertragspartner steht das Recht zu, ihn mittels eines bis spätestens am 31. Juli zur Post gegebenen eingeschriebenen Briefes dem anderen Kollektivvertragspartner gegenüber zu kündigen und dadurch das Erlöschen der Wirksamkeit des Kollektivvertrages ab dem 31. Dezember desselben Jahres herbeizuführen.
3.  Während der Kündigungsfrist sind Verhandlungen über den Abschluss eines neuen Kollektivvertrages aufzunehmen.
4.  Dieser Kollektivvertrag ist von der Gewerkschaft nach der Unterfertigung durch beide Kollektivvertragspartner beim zuständigen Bundesministerium zu hinterlegen. Der Gewerkschaft obliegen auch die übrigen, in den gesetzlichen Bestimmungen im Einzelnen festgelegten Anzeigeverpflichtungen. Im Falle einer Kündigung des Kollektivvertrages hat der kündigende Kollektivvertragspartner spätestens bis zum 10. Jänner des Folgejahres das Erlöschen des Kollektivvertrages beim oben angeführten Bundesministerium anzuzeigen.


§ 3 Anschlag des Kollektivvertrages im Betrieb
Der Theaterunternehmer ist verpflichtet, den Kollektivvertrag binnen 3 Tagen nach seinem Wirksamkeitsbeginn in einem für alle Dienstnehmer zugängigen Raum aufzulegen und darauf in einer Betriebskundmachung hinzuweisen.


§ 4 Wirkung
1.  Soweit die Bestimmungen dieses Kollektivvertrages Regelungen der Einzeldienstverträge enthalten, gelten sie als Bestandteil aller laut § 1 umfassten Dienstverhältnisse, die bei Wirksamkeitsbeginn dieses Kollektivvertrages bereits bestehen oder die während seiner Geltungsdauer begründet werden.
2.  Die Kollektivvertragsregelungen der Einzeldienstverhältnisse können durch Vereinbarungen zwischen dem Theaterunternehmer und seinen Dienstnehmern nicht zu Ungunsten des Dienstnehmers abgeändert oder aufgehoben werden.
3.  Vereinbarungen, die vom Theaterunternehmer mit der Gesamtheit, einem Teil oder mit einem Dienstnehmer nach Wirksamkeitsbeginn dieses Kollektivvertrages abgeschlossen werden (Sondervereinbarungen) sind gültig, soweit sie schriftlich festgehalten und inhaltlich entweder für den Dienstnehmer günstiger sind als die entsprechenden Kollektivvertragsregelungen oder soweit sie Angelegenheiten betreffen, die dieser Kollektivvertrag nicht regelt. Im Übrigen tritt dieser Kollektivvertrag an die Stelle aller bisherigen kollektivvertraglichen Regelungen, die damit ihre Wirksamkeit verlieren.
4.  Die Rechtswirkungen dieses Kollektivvertrages bleiben für alle Dienstverhältnisse, die bei seinem Erlöschen durch ihn erfasst waren, so lange aufrecht, bis diese Dienstverhältnisse durch einen neuen Kollektivvertrag erfasst oder durch einen neuen Dienstvertrag geregelt werden.

II. ABSCHNITT


Gemeinsame Bestimmungen für die Einzeldienstverträge, arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen


§ 5 Einstellungsbedingungen
1.  Für eine Einstellung als Dienstnehmer bzw. Lehrling in das Theaterunternehmen kommen in der Regel nur Personen in Betracht, die das 15. Lebensjahr vollendet haben.
2.  Die für die Einstellung in Betracht kommenden Personen haben die charakterliche, psychische und physische Eignung für den angestrebten Dienst zu besitzen.
3.  Vor der Einstellung bzw. vor dem Ablauf der gesetzlich gültigen Probezeit hat sich der Einstellungswerber auf Verlangen des Theaterunternehmers einer ärztlichen Untersuchung durch den Betriebsarzt (Vertrauensarzt) zu unterziehen.
4.  Bei der Einstellung in das Theaterunternehmen ist bereits vor Dienstantritt eine Strafregisterbescheinigung vorzulegen. Die Kosten dafür trägt das Theaterunternehmen.


§ 6 Rechte und Pflichten
1.  Die Rechte und Pflichten des Dienstnehmers und des Theaterunternehmers ergeben sich aus den Bestimmungen des Angestelltengesetzes, dieses Kollektivvertrages, der Betriebsvereinbarungen und sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Darüber hinaus hat der Dienstnehmer in und außer Dienst das Ansehen der Theaterunternehmung zu wahren und alles zu vermeiden, was die Achtung und das Vertrauen schmälern könnte.
2.  Der Dienstnehmer ist verpflichtet, dienstliche Aufträge auszuführen, Privatleistungen während der Arbeitszeit sind untersagt. Dem Dienstgeber ist es auch untersagt, private Leistungen zu verlangen.
3.  Der Dienstnehmer ist verpflichtet, Veranstaltungen, Fort- und Einschulungskurse, die der Fortbildung dienen, über Verlangen des Theaterunternehmers zu besuchen. Eventuell daraus entstehende Kosten trägt der Theaterunternehmer.
4.  Dem Dienstnehmer sind die zur Ausübung seiner Tätigkeit erforderlichen Dienstbehelfe vom Theaterunternehmer in gebrauchsfertigem Zustand zur Verfügung zu stellen (Dienstkleidung, Werkzeuge). Der Dienstnehmer haftet für die ihm anvertrauten Dienstbehelfe. Bei ihrem Verlust und ihrer Beschädigung, die über die normale Abnützung hinausgeht (sofern sie vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht worden sind), kann der Dienstnehmer verpflichtet werden, für den Schaden in angemessener Höhe, jedoch höchstens bis zum Neuwert, aufzukommen.
5.  Der Dienstnehmer verpflichtet sich, während seines aufrechten Dienstverhältnisses, keine anderweitige Tätigkeit auszuüben, die die Erfüllung seiner Leistungspflicht dem Theaterunternehmer gegenüber beeinträchtigen könnte.
6.  Jeder Dienstnehmer ist in unvorhergesehenen Notfällen, insbesondere in Fällen höherer Gewalt, dienstvertraglich verpflichtet, alle jene Dienstleistungen nach besten Kräften zu verrichten, die nicht nach besonderen Sicherheitsvorschriften eigens dafür vorgebildeten Dienstnehmern vorbehalten sind.
7.  Ein nicht zu den Vorständen zählender Dienstnehmer, der für den Vorstellungsdienst eingesetzt ist, darf während der Vorstellungsdauer für anderweitige Dienstverrichtungen nur innerhalb einer Zeitspanne in Anspruch genommen werden, die nach seinem letzten und einer Viertelstunde vor seinem etwaigen nächsten Vorstellungseinsatz liegt, ferner nicht in der Vorstellungspause.
8.  Die Leistungspflicht des Dienstnehmers erstreckt sich auf alle Arbeitsstätten der Vereinigten Bühnen Wien, die sich in Wien befinden. Für Arbeitsleistungen außerhalb Wiens besteht dann Arbeitspflicht, wenn als Ort des Dienstbeginns und des Dienstendes eine Arbeitsstätte in Wien vorgesehen ist und die erforderlichen Arbeitnehmerschutzbestimmungen eingehalten werden.
9.  Die Leistungspflicht des Dienstnehmers umfasst alle Leistungen, die dem Dienstnehmer gegenüber vom Theaterunternehmer in Auftrag gegeben werden.


§ 7 Dienstbescheinigung
Jedem Dienstnehmer ist ein Dienstzettel nach den Bestimmungen des Arbeitsvertragsrechtsanpassungsgesetz (AVRAG) zu den im Gesetz vorgesehenen Fällen auszufolgen. Eine Abschrift dieses Dienstzettels ist dem Betriebsrat zu übermitteln.


§ 8 Lohngruppeneinteilung
Die im Theaterunternehmen beschäftigten Dienstnehmer, die unter die Bestimmungen dieses Kollektivvertrages fallen, werden in folgende Lohngruppen eingeteilt:
1. 
VIII. Technischer Leiter, Inspektoren
VII. Obermeister, Malersaal- bzw. Ateliervorstand,
Abteilungsleiter Verwaltung
VI. Meister, selbständige Theatermaler
V. Theaterpersonal im Angestelltenverhältnis mit erhöhtem Verantwortungsbereich,
Vorarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter mit erhöhtem Verantwortungsbereich
IV. Theaterpersonal im Angestellten- oder Arbeiterverhältnis mit abgeschlossener Berufsausbildung
III. Theaterpersonal im Angestelltenverhältnis,
Verwaltungsmitarbeiter
II. Theaterpersonal nicht im Angestelltenverhältnis
I. Hilfskräfte
A. Vorstellungsaushelfer
B. Tagesaushelfer
C. Publikumsdienst:
Oberbilleteur, Billeteur und Zuschauerraumpersonal
2.  Für die Zugehörigkeit zu einer Lohngruppe ist der Dienstvertrag/Dienstzettel maßgebend. Der Dienstnehmer kann jedoch vorübergehend mit der Vertretung eines anderen Dienstnehmers durch Übernahme der Tätigkeit dieses Dienstnehmers unter Aufgabe seiner bisherigen Tätigkeit betraut werden. Eine Vertretung kann höchstens sechs Monate innerhalb eines Kalenderjahres dauern; ausgenommen hievon ist, wenn der zu vertretende Dienstnehmer einen Karenzurlaub gemäß Mutterschutzgesetz/Väterkarenzgesetz verbraucht.
Für die vertretungsweise Übernahme der Tätigkeit eines Dienstnehmers einer höher zu entlohnenden Lohngruppe (ohne Berücksichtigung von Dienstalterszulagen), mit der die Weitergabe von Verantwortung verbunden ist, steht dem Dienstnehmer für die Verwendungszeit der Vertretung eine Abgeltung zu. Der Anspruch besteht aus der Differenz zwischen seinen vertraglichen Bezügen und der linear entsprechenden Lohnstufe des zu Vertretenden (siehe auch BV 19). Die Abgeltung erfolgt tageweise, die Abrechnung pro Monat. Ein solcher Anspruch besteht jedoch nicht, wenn es sich um die Vertretung für Ruhe- oder Ersatzruhetage oder für die Dienstfreistellung eines anderen Dienstnehmers nach § 13 dieses Kollektivvertrages bzw. eine Bildungsfreistellung handelt.
3.  Wird ein Dienstnehmer dazu herangezogen, den Dienst eines Angehörigen einer kollektivvertraglich – ohne Berücksichtigung der Dienstalterszulage – niedriger entlohnten Lohngruppe zu versehen, so wird dadurch sein Anspruch auf die vertragliche Entlohnung nicht berührt.


§ 9 Allgemeine Bestimmungen über die Entgeltfortzahlung

Kunsttext
KV kundgemacht am 12.2.2013 / gilt ab 01.01.2013
1.  Die Höhe der Entgeltfortzahlung für die Dienstnehmer, deren Dienstverhältnisse durch diesen Kollektivvertrag erfasst werden, ergibt sich, soweit nicht günstigere Sondervereinbarungen (§ 3 Abs. 3) gültig getroffen werden, aus dem lohn- und gehaltsrechtlichen Teil dieses Kollektivvertrages.
2.  Der Normalstundensatz, der den Sondervergütungen aller Art zugrunde zu legen ist, beträgt derzeit
a)
für Vorstellungsaushelfer, Oberbilleteure pro Vorstellung, Billeteure, Publikumsgarderobiere und sonstiges Dienstpersonal der Zuschauerräume pro Vorstellung 2/9 des im lohn- und gehaltsrechtlichen Teil festgelegten Vorstellungsentgeltes.
b)
Für Angehörige des unregelmäßigen Dienstes beträgt der Normalstundenlohn/das Normalstundengehalt 1/165. Für Angehörige des regelmäßigen Dienstes beträgt der Normalstundensatz 1/152.
c)
Für Angehörige des unregelmäßigen Dienstes, die gemäß der Bestimmungen dieses Kollektivvertrages ab 1.1.2013 im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung der jeweiligen Nebengebühren verzichtet haben, wird der Überstundenteiler mit 170 festgelegt.
3.  Der Lohn- bzw. Gehaltsmonat entspricht dem Kalendermonat. Der Wochenlohn/das Wochengehalt beträgt 1/4,33 des Lohn- bzw. Gehaltsmonats. Wird ein Dienstverhältnis mit Monatsbezug im Laufe des Lohn- bzw. Gehaltsmonats begonnen oder beendet, so ist jeder Arbeitstag mit 1/30 des Monatslohnes bzw. -gehaltes abzugelten. Soweit im Kollektivvertrag der Begriff "Tagsatz" verwendet wird, sind darunter bei regelmäßigem Dienst 7 Stunden Normalarbeitszeit, bei unregelmäßigem Dienst 7,6 Stunden Normalarbeitszeit zu verstehen. Ein Tagsatz gilt auch für den Urlaubstag, den Krankenstandstag und sonstige entgeltpflichtige Arbeitszeiten.
4.  Der Monatsbezug ist am Letzten des Kalendermonats auszuzahlen. Ebenfalls ist jedem Dienstnehmer bis zum Monatsletzten eine Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung auszuhändigen, aus der der Bruttolohn/das Bruttogehalt, allfällige Zuschläge, Vergütung für Mehrarbeitsleistungen und dgl. sowie die Abzüge einzeln ersichtlich sind. Für Mitarbeiter des Publikumdienstes, für Vorstellungs- und Tagesaushelfer kann im Rahmen einer Betriebsvereinbarung eine davon abweichende Regelung getroffen werden.
5.  Mehrarbeitsleistungen in der Dauer bis zu 30 Minuten sind als halbstündige, solche von 31 bis 60 Minuten als ganzstündige zu vergüten.
6.  Für die Bemessung des Urlaubsentgeltes nach den Bestimmungen des Urlaubsgesetzes wird als Berechnungsgrundlage für die Urlaubsdurchrechnung Folgendes herangezogen:
a)
das vom Dienstnehmer im Zeitraum vom 1. Jänner bis 31. Dezember des letzten Kalenderjahres ins Verdienen gebrachte Überstundenentgelt;
b)
die vom Dienstnehmer im Zeitraum vom 1. Jänner bis 31. Dezember des letzten Kalenderjahres ins Verdienen gebrachten Mehrleistungsvergütungen (Prämien und Zulagen) unter Nichtbeachtung von Haushalts- und Kinderzulage, Fehlgeld, Schmutzzulage, Treueprämie und Aufwandersätzen (z. B. Taxigeld, Fahrtkostenzuschuss lt. BV 9, ...). Jener Teil des Urlaubsentgelts, der sich aus dieser Berechnung ergibt (nicht Grundlohn bzw. -gehalt), ist jeweils am 31. August eines jeden Kalenderjahres dem Dienstnehmer auszubezahlen. Im ersten Beschäftigungsjahr ist die tatsächliche Beschäftigungszeit im Kalenderjahr zugrunde zu legen.
7.  Dem Theaterunternehmer ist es auch gestattet, Pauschalverträge abzuschließen. Eine solche Vereinbarung wird im jeweiligen Dienstvertrag ausgewiesen.
8.  Im Grundlohn bzw. -gehalt der Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst sind 15 % als Abgeltung für die Verpflichtung zur Teilnahme an Sonn - und Feiertagsarbeiten sowie für die Abgeltung von regelmäßiger Nachtarbeit, sofern diese in der Normalarbeitszeit liegt, enthalten.


Ende


§ 10 Dienstzeitenanrechnung
1.  Hinsichtlich der Einstufung in das Lohn- und Gehaltsschema gelten als anzurechnende Vordienstjahre:
a)
Jene Zeiten, die ein Dienstnehmer außerhalb des Unternehmens in einem gleichartigen Beschäftigungsverhältnis verbracht und dieses die Erwerbstätigkeit des Dienstnehmers hauptsächlich in Anspruch genommen hat, sofern die Dauer dieser Tätigkeit jeweils mindestens sechs Monate im Jahr betragen hat (Beschäftigungsverhältnisse, die das folgende Jahr erreichen, müssen in einem Jahr mindestens sechs Monate gedauert haben).
b)
Als Vordienstzeiten gelten ferner einschlägige, abgeschlossene Studien an Hochschulen, Handelsakademien, Höheren Technischen Lehranstalten sowie vergleichbaren nationalen und internationalen Institutionen in der gewöhnlichen Dauer dieses Studiums bis zum Höchstausmaß von insgesamt 5 Jahren.
c)
Militärische Dienstleistungen und sonstige Dienstverpflichtungen (Zivildienst), die im gleichen Theaterunternehmen zur Unterbrechung der beruflichen Betätigung geführt haben, sind zur tatsächlichen Dienstzeit in diesem Theaterunternehmen hinzuzurechnen.
d)
Die Vordienstzeiten werden bis zu einem Ausmaß von 10 Jahren voll, darüber hinausgehende Vordienstzeiten nur zur Hälfte und bis zu einem Höchstausmaß von 5 Jahren angerechnet.
2.  Hinsichtlich der Urlaubsberechnung gelten ausschließlich die Anrechnungsbestimmungen des Urlaubsgesetzes 1976 § 3 in seiner jeweiligen Fassung.


§ 11 Gastspiele, Abstecher, Diäten
1.  Die Teilnahme an Gastspielen, Abstechern, Informationsreisen und Einrichtungsarbeiten innerhalb oder außerhalb des Theaters ist Pflicht des Dienstnehmers. Die tatsächliche Arbeitszeit für die Vorbereitung und Durchführung von Proben oder Aufführungen am Gastspielort oder Abstecherort darf einschließlich der Arbeitszeit im eigenen Theater täglich 13 Stunden nicht überschreiten.
2.  Die Reisezeit gilt als Arbeitsbereitschaft und ist Dienstzeit.
3.  Erfolgt die Durchführung des Gastspiels, Abstechers und/oder der Informationsreise innerhalb von 24 Stunden ohne Nächtigung, so wird die Zeit von der Abfahrt vom Standort bis zur Rückkunft am Standort als Stundenleistung mit den kollektivvertraglich geltenden Bestimmungen abgegolten.
4.  Dauern solche Gastspiele oder Informationsreisen mehr als einen Tag, so ist die Stundenverrechnung einschließlich Reisezeit gleich wie am Standort des Theaters.
5.  Bei Rückkehr von einem Gastspiel, Abstecher, einer Informationsreise und/oder Einrichtungsarbeiten kann die Rückfahrtszeit in den freien Tag hineinfallen; sie ist nach § 15 Abs. 14 Kollektivvertrag zu bezahlen.
6.  Für Gastspiele, Abstecher, Informationsreisen und/oder Einrichtungsarbeiten außerhalb des Ortes des Theaterunternehmens gebührt den dabei beschäftigten Dienstnehmern ein Tagesdiätensatz, in Österreich nach dem Taggeldsatz der nach der Reisegebührenvorschrift 1955 Bundesbediensteten der Gebührenstufe 3 zusteht, und im Ausland der Taggeldsatz der Bundesbediensteten der Gebührenstufe 3 und ist für alle Dienstnehmer gleich, unabhängig vom Jahresverdienst.

Nächtigung inklusive Frühstück und Reisespesen gehen zu Lasten des Theaterunternehmens.
7.  Die im Rahmen von Informationsreisen erbrachten Mehrleistungen zählen nicht auf das für den Betrieb des Theaterunternehmens genehmigte Kontingent von 13-Stunden-Tagen.
8.  Neben den Diäten erhält der Dienstnehmer eine Tournee-Erschwerniszulage lt. Nebengebührenliste, wobei Reisetage nicht einzubeziehen sind, außer am Reisetag besteht Arbeitspflicht.
9.  Bei Gastspielen und Informationsreisen, die einschließlich der Reisezeit mehr als einen Tag dauern, sind die anfallenden Diäten und Tournee-Erschwerniszulagen vor Reisebeginn zu akontieren bzw. mit dem Betriebsrat eine andere Regelung zu vereinbaren.


§ 12 Arbeitskleidung
1.  Alle Dienstnehmer, deren Dienstverhältnisse von diesem Kollektivvertrag erfasst werden, haben jedes zweite Jahr Anspruch auf Bereitstellung von zwei Garnituren Arbeitskleidung bzw. Arbeitsmänteln oder Schutzbekleidung. Diese Bekleidungsstücke sind vom Dienstnehmer anzufordern und bleiben Eigentum des Theaterunternehmers.
2.  Für die Reinigung der Arbeits- oder Schutzbekleidung hat der Theaterunternehmer Vorsorge zu treffen und aufzukommen.


§ 13 Anspruch auf Dienstfreistellung, Pflegeurlaub, Sonderurlaub
Die Dienstnehmer, die nicht nur vorübergehend oder aushilfsweise beschäftigt sind, haben bei folgenden nachgewiesenen Fällen im folgenden Ausmaß einen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit unter Fortzahlung des Entgelts:
1.  Ist der Dienstnehmer nach Antritt des Arbeitsverhältnisses an der Arbeitsleistung wegen der notwendigen Pflege eines im gemeinsamen Haushalt lebenden erkrankten nahen Angehörigen oder wegen der notwendigen Betreuung seines Kindes (Wahl- oder Pflegekind) infolge eines Ausfalls einer Person, die das Kind ständig betreut hat, aus den Gründen des § 15d Abs. 2 Ziffer 1 bis 5 des Mutterschutzgesetzes nachweislich verhindert, so hat er Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts bis zum Höchstausmaß seiner regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit innerhalb eines Arbeitsjahres. Als nahe Angehörige im Sinne dieses Bundesgesetzes sind der Ehegatte und Personen anzusehen, die mit dem Dienstnehmer in gerader Linie verwandt sind, ferner Wahl- und Pflegekinder sowie die Person, mit der der Dienstnehmer in Lebensgemeinschaft lebt.
Darüber hinaus besteht Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung bis zum Höchstausmaß einer weiteren regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit innerhalb eines Arbeitsjahres, wenn der Dienstnehmer den in diesem Absatz genannten Freistellungsanspruch verbraucht hat, wegen der notwendigen Pflege seines im gemeinsamen Haushalt lebenden erkrankten Kindes (Wahl- oder Pflegekindes), welches das 12. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, an der Arbeitsleistung neuerlich verhindert ist und ihm für diesen Zeitraum der Dienstverhinderung kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung wegen Dienstverhinderung aus wichtigen, in seiner Person gelegenen Gründen aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen, Normen des Kollektivvertrags oder des Arbeitsvertrages zusteht.
2.  Dem Dienstnehmer ist bei folgenden nachgewiesenen Familienangelegenheiten ein bezahlter Sonderurlaub wie folgt zu gewähren:
bei eigener Eheschließung 3 Arbeitstage
beim Tod des Ehegatten (Ehegattin) 3 Arbeitstage
beim Tod des Lebensgefährten (Lebensgefährtin), wenn er (sie) mit dem Dienstnehmer im gemeinsamen Haushalt lebte 3 Arbeitstage
beim Tod von Eltern oder Kindern 3 Arbeitstage
bei Wohnungswechsel (eigener oder gemeinsamer Haushalt) von einem Ort zum anderen 3 Arbeitstage
bei Wohnungswechsel (eigener oder gemeinsamer Haushalt) am Ort 2 Arbeitstage
bei Niederkunft der Ehegattin bzw. Lebensgefährtin 2 Arbeitstage
beim Tod von Geschwistern, Schwiegereltern oder Großeltern 1 Arbeitstag
bei Eheschließung der eigenen Kinder 1 Arbeitstag

Findet das Begräbnis außerhalb des Wohnortes des Dienstnehmers statt, ist ihm außerdem die notwendige Freizeit für die Hin- und Rückfahrt zum Begräbnisort zu gewähren.
Neueintretenden Dienstnehmern, die für die Ausübung ihrer Tätigkeiten für das Theaterunternehmen nach Wien übersiedeln müssen, steht kein Sonderurlaub betreffend Wohnungswechsel nach § 13 Abs. 2 zu.
3.  Im Ausmaß der tatsächlich versäumten Arbeitszeit, insgesamt jedoch nur bis zu einem Höchstausmaß seiner wöchentlichen Arbeitszeit innerhalb eines Dienstjahres, bei Aufsuchen eines Arztes, zur ambulatorischen Behandlung oder zur Zahnbehandlung, sofern bescheinigt wird, dass dies nicht außerhalb der Arbeitszeit geschehen kann. Für Angestellte gilt § 8 Abs. 3 des Angestelltengesetzes.
4.  Während der Kündigungszeit hat der Dienstnehmer bei Einhaltung der Kündigungszeit pro Woche Anspruch auf einen freien Tag zur Arbeitssuche. Dieser freie Tag wird im Einvernehmen mit dem Theaterunternehmer festgelegt. Maßstab für die Anzahl der Arbeitssuchtage ist das Ausmaß der gesetzlichen Kündigungsfrist. Dieser Anspruch auf Freizeit zur Postensuche besteht nicht, wenn der Angestellte einen Anspruch auf eine Pension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung hat sowie bei Kündigung wegen Inanspruchnahme einer Gleitpension.


§ 14 Feiertage
1.  Als Feiertage gelten die gesetzlichen Feiertage, nämlich 1. und 6. Jänner, Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 1. Mai, Fronleichnam, 15. August, 26. Oktober, 1. November sowie 8., 25. und 26. Dezember, ferner der 24. Dezember und der Karfreitag.
2.  Die an den oben angeführten Tagen entfallenden Arbeitszeiten gelten als geleistet.


§ 15 Sonntag, Feiertag, Ersatzruhetag
1.  Für Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst gilt der Sonntag als normaler Arbeitstag.
2.  Für Dienstnehmer im regelmäßigen Dienst gibt es keinen Ersatztag, wenn der Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag fällt.
3.  Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so ist er hinsichtlich der Bezahlung gleichwohl einem Feiertag gleichzuhalten.
4.  Der 24. Dezember und Karfreitag sind ohne Lohn- bzw. Gehaltskürzung dienstfrei. Ein am gleichen Tag anfallender Ruhetag eines Dienstnehmers im unregelmäßigen Dienst kann im Laufe von 3 Monaten durch Freizeit im Ausmaß eines Tages ersetzt werden.
5.  An Feiertagen besteht für Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst Pflicht zur Arbeitsleistung. Am 24. Dezember besteht keine Pflicht zur Arbeitsleistung. Am Karfreitag besteht Pflicht zur Arbeitsleistung, jedoch nur für Vorstellungen und damit zusammenhängende Arbeiten zur Durchführung einer Vorstellung oder eines Konzerts an diesem Tag.
6.  Wird ein Dienstnehmer an einem Feiertag (§ 14 Abs. 1) zu einer Arbeitsleistung in Anspruch genommen, so gebührt ihm ein um 100 % vermehrter Normalstundensatz und zusätzlich eine Erschwerniszulage in der Höhe eines normalen Tagessatzes. Fallen an einem Feiertag mehr Stunden an als ein Tagessatz enthält, so erhält der Dienstnehmer pro angefangener halber Stunde einen halben Normalstundensatz als Feiertagszuschlag dazu. Das Gleiche gilt, wenn der Feiertag auf einen Sonntag fällt. Diese Regelung (§ 15 Abs. 6) gilt für Arbeiten an Feiertagen, die nicht von § 15 Abs. 7 erfasst sind (z.B. vorstellungsfreie Feiertage).
7.  Wird ein Dienstnehmer an einem Feiertag zu einer Arbeitsleistung in Anspruch genommen, so gebühren ihm neben dem bei Arbeit an Feiertagen fortzuzahlenden Entgelt zumindest sechs Stunden mit 100 % Zuschlag; diese Regelung gilt nur für Vorstellungen und damit zusammenhängende Arbeiten zur Durchführung der Vorstellung (inkl. Konzert) an diesem Tag.
8.  Für Dienstnehmer im regelmäßigen Dienst gibt es keinen Ersatztag, wenn der Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag (freie Tage des regelmäßigen Dienstes) fällt.
9.  Fällt ein freier Tag für Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst auf einen gesetzlichen Feiertag (§ 14 Abs. 1), so ist ein Ersatzruhetag innerhalb derselben Woche zu geben.
10.  Für Dienstnehmer des Sicherheitsdienstes und Portiere besteht an Feiertagen Arbeitspflicht. Für Mitarbeiter in den Kartenvorverkaufsstellen besteht an Feiertagen Arbeitspflicht bis eine halbe Stunde nach Vorstellungsbeginn, am 24. Dezember generell bis 12.00 Uhr. Die Bezahlung erfolgt gemäß § 15 Punkt 6 bzw. Punkt 7.
11.  Jedem Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst gebühren pro Woche (Montag bis einschließlich Sonntag) zwei aufeinander folgende Ruhetage, die im Einvernehmen mit dem Betriebsrat in Einzelfällen auch getrennt gegeben werden können. Ist die Gewährung der beiden Ruhetage innerhalb der Woche nicht möglich, so ist die Aufeinanderfolge der beiden Ruhetage auch dann gegeben, wenn der erste Ruhetag auf einen Sonntag und der zweite auf einen Montag fällt. Die Ruhetage sind vier Wochen im Vorhinein dem Dienstnehmer bekannt zu geben. Ferner können die zwei Ruhetage fünfmal pro Kalenderjahr auch ohne Zustimmung des Betriebsrates geteilt gegeben werden. Die namentliche Diensteinteilung ist dem Dienstnehmer, Fälle höherer Gewalt ausgenommen, bis spätestens Freitag 17.00 Uhr für die kommende Woche mittels Aushang mitzuteilen.
Mittels Betriebsvereinbarung kann festgelegt werden, dass im Zusammenhang mit dem Pauschalvertrag (vgl. § 19 Punkt 2) Abweichendes gilt.
12.  Die Ruhetage beginnen um 0.00 Uhr des dem Arbeitsschluss folgenden Tages und dauern 48 Stunden, im Anschluss daran kann die Normalarbeitszeit um 7.30 Uhr beginnen. Bei Rückkehr von einem Gastspiel, Abstecher oder einer Informationsreise kann die Rückfahrzeit in den freien Tag hineinfallen; sie ist nach § 15 Abs. 14 des Kollektivvertrages zu bezahlen.
13.  Fallen Nachtvorstellungen auf einen Ruhetag, so ist das späteste Dienstende um 2.00 Uhr. Für diesen Fall ist der Ruhetag ab 2.00 Uhr zu berechnen. Die obigen Bestimmungen gelten analog. Soweit solche Stunden der Nachtvorstellungen in einen Ruhetag fallen, sind sie mit 200 % vermehrten Normalstundensätzen zu vergüten.
14.  Wird der Dienstnehmer an einem Ruhetag zur Arbeit herangezogen, so gebührt ihm ein Zuschlag von 100 %. Darüber hinaus sind für Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst zumindest 6 Stunden auch bei kürzerer Arbeitszeit zu bezahlen.


§ 16 Erkrankung oder Unfall während des Urlaubes
1.  Erkrankt ein Dienstnehmer während des Urlaubes, ohne dies vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt zu haben, so werden auf Werktage fallende Tage der Erkrankung, an denen der Dienstnehmer durch die Erkrankung arbeitsunfähig war, auf das Urlaubsausmaß nicht angerechnet, wenn die Erkrankung länger als drei Kalendertage dauert und nach diesen 3 Tagen unverzüglich gemeldet wird.
2.  Ein vom Sozialversicherungsträger bewilligter Kur- oder Rekonvaleszentenaufenthalt ist in das Urlaubsmaß nicht einzurechnen, wenn der Dienstnehmer die entsprechende Terminbescheinigung innerhalb von 3 Tagen, nachdem er sie erhalten hat, dem Theaterunternehmer vorlegt.
3.  Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Urlaubsgesetzes 1976 in der jeweils gültigen Fassung.


§ 17 Ende des Anspruchs bei Dienstverhinderung
Bei Dienstverhältnissen, die auf bestimmte Zeit abgeschlossen sind, enden die Ansprüche des Dienstnehmers auf volles oder teilweises Entgelt im Falle der Dienstverhinderung spätestens mit dem Ablauf der vereinbarten Vertragszeit.


§ 18 Arbeitszeit

Kunsttext
KV kundgemacht am 12.2.2013 / gilt ab 01.01.2013
1.  Die normale Arbeitszeit ist auf die 5-Tage-Woche aufgebaut:
a)
Regelmäßiger Dienst:
fixe Arbeitseinteilung von Montag bis Freitag entsprechend der 35-Stunden-Woche mit einer maximalen Arbeitszeit von täglich 8 Stunden.
b)
Unregelmäßiger Dienst:
auf der Basis der 38-Stunden-Woche von Montag bis Sonntag mit zwei zusammenhängenden freien Tagen, wobei die tägliche Normalarbeitszeit mindestens 4,5 Stunden und höchstens 10 Stunden betragen darf. Bei Konzerten kann die Mindestnormalarbeitszeit bis auf 4 Stunden pro Tag herabgesetzt werden.
Die wöchentliche Normalarbeitszeit kann zwischen 22,5 Stunden und 45 Stunden Normalarbeitszeit betragen, wobei einmal im Zeitraum von vier Wochen die Normalarbeitszeit auf 48 Stunden ausgedehnt werden kann. Die Mindestarbeitszeit von 22,5 Stunden kann jedoch bis zu einem Ausmaß von 5 x pro Jahr bis auf 0 Stunden unterschritten werden. Die solcherart entstehende längere Freizeit ist blockweise im Zusammenhang mit den Wochenruhetagen zu gewähren. Für den Fall der Unterschreitung der wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 22,5 Stunden ist die Bekanntgabe vier Wochen im Vorhinein vorzunehmen.
Der Durchrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr.
2.  Dienstnehmer, die dauernd im regelmäßigen Dienst eingeteilt sind, können ausnahmsweise tageweise in den unregelmäßigen Dienst eingeteilt werden. Diese Einteilung darf aber insgesamt 100 Arbeitstage pro Kalenderjahr nicht überschreiten, andernfalls ist der Dienstnehmer gänzlich in den unregelmäßigen Dienst einzuteilen (§ 30 Abs. 5).
Für den Fall der zeitweisen Überstellung in den unregelmäßigen Dienst bleibt es bei der 35-stündigen Normalarbeitszeit, der Wochendurchrechnung und dem bisherigen Lohn/Gehalt, auf § 30 Abs. 5 des Kollektivvertrages wird hingewiesen.
3.  Der regelmäßige tägliche Dienst ist der zusammenhängende Dienst von Montag bis Freitag. Beginn und Ende der Arbeitszeit wird zwischen 7.30 Uhr und 20.30 Uhr festgelegt und kann im Einvernehmen mit dem Betriebsrat geregelt werden.
4.  Der unregelmäßige Dienst ist ein Dienst, bei dem die wöchentliche Diensteinteilung durch Dienstplan erfolgt. Der Dienstplan und die namentliche Diensteinteilung sind bis spätestens Freitag 17.00 Uhr für die kommende Woche bindend bekannt zu geben. Ruhetage müssen vier Wochen im Vorhinein bekannt gegeben werden. Die am wöchentlichen Dienstplan angegebenen Arbeitsstunden sind grundsätzlich zu bezahlen. Bei Hauptproben, Generalproben, Abänderungen von Vorstellungen oder Umbesetzungen kann der Dienstplan im Einvernehmen mit dem Betriebsrat kurzfristig geändert werden.
Die Normalarbeitsleistung für Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst kann vom Theaterunternehmer in der Zeit zwischen 7.30 Uhr und Ende der Abendvorstellung und an Tagen, an denen keine Abendvorstellung stattfindet, zwischen 7.30 Uhr und 23.00 Uhr in Anspruch genommen werden. Sofern ein Dienst insgesamt nicht länger als 7,6 Stunden dauert und der Dienst nicht geteilt wird, kann der Dienstnehmer auch nach dem Ende der Abendvorstellung bis 23.00 Uhr, insbesondere zum Ab- und Umbau, beschäftigt werden.
Die Normalarbeitszeit des sonstigen Hauspersonals kann vom Theaterunternehmer in der Zeit zwischen 6.00 Uhr und dem Ende der letzten Vorstellung (auch Nachtvorstellung) in Anspruch genommen werden, an Tagen, an denen keine Vorstellung stattfindet, zwischen 6.00 und 21.00 Uhr.
Als Schluss einer Vorstellung gilt das Ende der nach den feuerpolizeilichen und sonstigen Sicherheitsbestimmungen erforderlichen Abräumungsarbeiten.
Für Beginn und Ende der Arbeitszeit des Sicherheitsdienstes gelten diese Beschränkungen nicht.
5. 
a)
Wird ein Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst an einem Arbeitstag zu mehr als zweimaligem Arbeitsantritt verhalten, so gilt die kürzere der beiden Arbeitsunterbrechungen als Arbeitsleistung. Die kürzeste, ungeteilte Arbeitszeit muss 2 Stunden und ein Teil der geteilten Arbeitszeit mindestens 4,5 Stunden betragen, die kürzeste, ungeteilte Arbeitsunterbrechung muss 2 Stunden betragen. Diese Regelung gilt für Dienste an einer Spielstätte.
b)
Ist ein Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst an einem Tag an mehr als einer Spielstätte zum Dienst eingeteilt, so ist die Diensteinteilung so vorzunehmen, dass zwischen dem Dienstende an der einen Spielstätte und dem Dienstbeginn an der anderen Spielstätte eine mindestens 2 1/2-stündige Unterbrechung sein muss. Kann die 2 1/2-stündige Unterbrechung nicht gewährt werden, so ist eine Unterbrechung auf 2 Stunden zulässig, wobei dann die Fahrzeit in die Arbeitszeit einzurechnen ist.
6.  Wird ein Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst an einem Tag zum Aufbau, zur Durchführung oder zum Abbau für zwei zu verschiedenen Zeiten, auch an zwei verschiedenen Spielstätten, ablaufenden Vorstellungen herangezogen, so gebührt ihm eine Erschwerniszulage in der Höhe von 4 Normalstundensätzen. Für die Inanspruchnahme eines Dienstnehmers bei einer dritten Vorstellung oder bei weiteren Vorstellungen am gleichen Tage, auch an zwei oder mehr Spielstätten, gelten diese Bestimmungen sinngemäß.
Dienstnehmer die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf die Erschwerniszulage in der Höhe von 4 Normalstundensätzen. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Erschwerniszulage zu verzichten.
7.  Das Zeitguthaben aus der Jahresdurchrechnung ist spätestens mit Ende des Durchrechnungszeitraums dem Dienstnehmer bekannt zu geben. Das Zeitguthaben ist spätestens binnen zwei Monaten nach Ablauf des Durchrechnungszeitraums mit einem 60%igen Zuschlag zu bezahlen. Mit diesem Zuschlag von 60 % sind Zahlungen gemäß § 18 Ziffer 7 bei der Berechnung von Entgeltfortzahlungen nicht zu berücksichtigen.
Minusstunden können nicht auf den nächstfolgenden Durchrechnungszeitraum übertragen werden. Sie gehen zu Lasten des Theaterunternehmens.


Ende


§ 19 Mehrarbeitsleistung, Nachtzuschlag und Überstundenleistung
1.  Arbeitsleistungen von Dienstnehmern im unregelmäßigen Dienst, die:
a)
zwischen dem Ende der Abendvorstellung und 7.30 Uhr des darauffolgenden Tages oder
b)
falls keine Abendvorstellung stattfindet, zwischen 23.00 Uhr und 7.30 Uhr des darauffolgenden Tages im Auftrag des Dienstgebers vom Theaterpersonal verrichtet werden, sind als Nachtstunden mit einem um 100 % vermehrten Normalstundensatz zu vergüten.

Über die in diesem Kollektivvertrag vorgesehene Normalarbeitszeit hinaus kann das Theaterpersonal im unregelmäßigen Dienst an 40 Tagen im Kalenderjahr zu einer sogenannten 13-stündigen Arbeitszeit herangezogen werden, wobei diese Arbeitszeit auf den einzelnen Dienstnehmer bezogen ist. Diese sogenannten 13-Stunden-Tage, welche auch Arbeitspausen im Sinne des Kollektivvertrages enthalten und daher zulässig sind, müssen jeweils am Freitag 17 Uhr für die kommende Woche bekannt gegeben werden; die am Dienstplan angegebenen 13-Stunden-Tage sind zu bezahlen, auch wenn sie in der Folge nicht geleistet werden. Die 13-Stunden-Tage sind zum Zwecke der Kontrolle listenmäßig zu erfassen, dem Betriebsrat ist eine Abschrift davon zu übergeben (siehe auch BV 5 und BV 6).
2.  Mittels Betriebsvereinbarung kann festgelegt werden, dass im Rahmen eines Pauschalvertrages (Überzahlung des Grundgehalts mit einer Pauschale) eine Durchrechnung von Mehr- und Überstunden sowie von Zuschlägen, die in Form von Normalstunden bemessen werden, über einen Durchrechnungszeitraum von höchstens einem Jahr mit einer einmaligen Übertragungsmöglichkeit erfolgen kann.
3.  Überschreitungen der Normalarbeitszeit von Dienstnehmern im regelmäßigen Dienst werden bis zur vollendeten 10. Stunde mit einem Zuschlag von 50 %, ab der 11. Stunde mit einem Zuschlag von 100 % vergütet.
4.  Bei unregelmäßigem Dienst sind Überschreitungen der mittels Dienstplan festgesetzten, angeschriebenen Normalarbeitszeit bis zur vollendeten 10. Stunde mit einem Zuschlag von 50 %, ab der 11. Stunde mit einem Zuschlag von 100% zu vergüten.
5.  Dienstnehmer, die an einem arbeitsfreien Tag im Einvernehmen zur Arbeit herangezogen werden, haben dieselben Ansprüche, wie bei einem abgelösten freien Tag.
6.  Teilzeitbeschäftigte erhalten diesen Zuschlag erst dann, wenn sie die kollektivvertragliche Normalarbeitszeit für vollbeschäftigte Dienstnehmer überschreiten, auf die Bestimmungen lt. § 19d AZG wird hingewiesen.
7.  Nachtarbeiten sind nach den Bestimmungen des unregelmäßigen Dienstes zu bezahlen. Solcherart zu entlohnende Überstunden dürfen daher auf den Rahmen der Normalarbeitszeit nicht angerechnet werden.


§ 19a Durchführung von Nachtvorstellungen

Kunsttext
KV kundgemacht am 12.2.2013 / gilt ab 01.01.2013
1.  Als Nachtvorstellung gilt eine Vorstellung, deren Beginnzeit nach 21.00 Uhr liegt oder nach 24.00 Uhr endet.
2.  Dem Theaterpersonal, das zu einer Nachtvorstellung zum Dienst eingeteilt wird, sind ab 23.00 Uhr Nachtstunden und verkürzte Nachtruhezeit zu verrechnen.
3.  Für den Aufbau der Nachtvorstellung nach der Abendvorstellung gebührt dem Dienstnehmer eine Prämie für Vor- und Einrichtungsarbeiten für Nachtvorstellungen lt. Nebengebührenliste. Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Prämie. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Prämie zu verzichten.
4.  Für den Aufbau und die Durchführung einer Nachtvorstellung nach einer Abendvorstellung gebührt dem Dienstnehmer eine Prämie für Nachtvorstellungsdienst gemäß der Nebengebührenliste. Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Prämie. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit. im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Prämie zu verzichten.
5.  Der Publikumsdienst erhält für die Nachtvorstellung 1 Vorstellungshonorar extra als Prämie verrechnet.


Ende


§ 20 Ruhepausen und Ruhezeiten
1.  Die Einteilung der Pausen ist nach Betriebsbedarf festzulegen, wobei auf die Erholungsmöglichkeit der Dienstnehmer Rücksicht genommen werden soll.
2.  Wird ein Dienstnehmer zu einer zusammenhängenden Arbeitszeit bis zu 6 Stunden herangezogen, muss ihm – wenn es der Betriebsablauf ermöglicht – eine 15-minütige Pause gegeben werden, welche in die Arbeitszeit eingerechnet und bezahlt wird.
Wird ein Dienstnehmer zu einer zusammenhängenden Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden herangezogen, hat er Anspruch auf eine halbstündige Mittepause. Diese Mittepause wird in die Arbeitszeit nicht eingerechnet und nicht bezahlt. Die Mittepause ist zwischen der 4. und 6. Stunde zu gewähren. Hat der Dienstnehmer eine tägliche Arbeitszeit von mehr als 7,6 Stunden, so gebührt ihm neben der Mittepause eine zusätzliche Pause von 15 Minuten, diese ist nach Betriebsbedarf festzulegen, auf die Erholungsmöglichkeit der Dienstnehmer soll Rücksicht genommen werden.
3.  Hat der Dienstnehmer eine tägliche Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden zu erbringen, so steht ihm neben der Mittepause, zwischen der 8. und 10. Stunde und zwischen der 11. und 13. Stunde je eine weitere Pause von 30 Minuten zu, welche in die Arbeitszeit nicht einzurechnen, jedoch zu bezahlen ist. An solchen Tagen sind alle Pausen zu bezahlen.
4.  Die Nachtruhezeit für Dienstnehmer im unregelmäßigen Dienst ist die Zeit zwischen dem Schluss des an einem Arbeitstag begonnenen Dienstes und dem Dienstantritt am nächsten Arbeitstag und wird für jeden Dienstnehmer mit 9 Stunden festgelegt.
5.  Dem Theaterpersonal im unregelmäßigen Dienst steht im Hinblick auf die Besonderheiten seines Arbeitseinsatzes – Herabsetzung der gesetzlichen Nachtruhe auf 9 Stunden (z.B. geteilter Dienst) – eine Ersatzruhe von 11 Arbeitstagen zu. Dienstnehmern im Bereich des Kassenpersonals und der Reinigung, die nach dem 1.1.2010 neu ins Theaterunternehmen eintreten, gebührt keine Ersatzruhe im Ausmaß von elf Arbeitstagen, sofern eine Herabsetzung der gesetzlichen Nachtruhe (z.B.: geteilter Dienst) nicht gegeben ist. Für Führungskräfte im unregelmäßigen Dienst mit Pauschalvertrag (vgl. § 19 Punkt 2) kann im Rahmen einer Betriebsvereinbarung eine davon abweichende Regelung getroffen werden.
6.  Die Nachtruhezeit für Dienstnehmer im regelmäßigen Dienst beträgt 11 Stunden und liegt in der Zeit zwischen 20.30 Uhr und 7.30 Uhr.


§ 21 Urlaub
1.  Dem Dienstnehmer gebührt für jedes Dienstjahr ein bezahlter Urlaub.
2.  Das Urlaubsgesetz ist in der jeweils gültigen Fassung anzuwenden.
Für Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2006 beschäftigt sind bzw. waren, beträgt das Urlaubsausmaß über das Gesetz hinaus
vom 1. bis 19. Dienstjahr 25 Arbeitstage
ab dem 20. Dienstjahr 30 Arbeitstage
3.  Der Anspruch auf Urlaub entsteht in den ersten 6 Monaten des ersten Arbeitsjahres im Verhältnis zu der im Arbeitsjahr zurückgelegten Dienstzeit, nach 6 Monaten in voller Höhe. Ab dem zweiten Arbeitsjahr entsteht der gesamte Urlaubsanspruch mit Beginn des Arbeitsjahres.
4.  Der Zeitpunkt des Urlaubsantrittes ist zwischen dem Dienstnehmer und seiner vorgesetzten Dienststellenleitung unter Rücksichtnahme auf die Erfordernisse des Theaterbetriebes und die Erholungsmöglichkeiten des Dienstnehmers zu vereinbaren. Der Urlaub kann in Teilen verbraucht werden, sollte jedoch mindestens 20 Arbeitstage zusammenhängend betragen (4 Wochen).
5.  Der Urlaubsanspruch verjährt nach Ablauf von 2 Jahren ab dem Ende des Urlaubsjahres, in dem er entstanden ist.
6.  Ein Widerruf oder eine Änderung des bereits vereinbarten Urlaubes durch den Theaterunternehmer ist nur aus wichtigen dienstlichen Gründen und im Einvernehmen mit dem Betriebsrat zulässig.
Sollte nach Antritt des Urlaubes eine Unterbrechung verfügt werden müssen, so sind dem Dienstnehmer die Reisekosten vom Theaterunternehmer zu ersetzen bzw. die durch die Urlaubsunterbrechung entstandenen und nachgewiesenen Auslagen, soweit sie ihm nicht rückerstattet werden.


§ 22 Ansprüche bei Arbeitsverhinderung wegen Krankheit oder Unfall
1.  Der Begriff des regelmäßigen Entgelts gemäß § 8 und 9 des Angestelltengesetzes ist mit der Maßgabe zu errechnen, dass bei Berechnung der Ansprüche der Durchschnitt des letzten vollen Kalenderjahres (1.1. bis 31.12. des letzten vollen Kalenderjahres) der Berechnung zugrunde zu legen ist.
2.  Die übrigen Dienstnehmer (= Arbeiter) unterliegen den Bestimmungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes.
3.  Erleidet ein Dienstnehmer des Theaterpersonals einen Arbeitsunfall, ohne ihn vorsätzlich oder grob fahrlässig verschuldet zu haben, so besteht ein Anspruch auf das volle Entgelt um 14 Kalendertage länger als im Gesetz vorgesehen.


§ 23 Auflösung des Dienstverhältnisses
1.  Jedes durch diesen Kollektivvertrag erfasste Dienstverhältnis kann innerhalb des ersten Monats seines Bestehens von jedem der beiden Dienstvertragspartner ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist oder eines Kündigungstermins und ohne Angabe von Gründen gelöst werden (Probezeit).
2.  Für die Kündigung von Dienstverhältnissen von Angestellten gelten die Bestimmungen des § 20 Angestelltengesetz unbeschadet der Bestimmungen des § 23 Kollektivvertrag Abs. 1 bis 6.
3.  Erkrankte oder durch Unglücksfall an der Dienstleistung verhinderte Dienstnehmer können frühestens nach Ablauf der Zeit, für die sie nach Gesetz oder Dienstvertrag Anspruch auf Leistung eines Entgeltes (Krankenentgeltes) gegen den Theaterunternehmer haben, unter Einhaltung der vorgesehenen Kündigungsfrist und des vorgesehenen Kündigungstermins gekündigt werden. Erkrankt oder verunglückt ein Dienstnehmer nach der Verständigung des Betriebsrates gemäß § 105 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz, so kann auch während der Entgeltfortzahlung gekündigt werden. Hat die Dienstverhinderung 6 Monate nicht überschritten, so ist der durch Krankheit oder Unglücksfall an der Dienstleistung verhindert gewesene Dienstnehmer unter Wahrung seiner erworbenen Rechte wieder in den Betrieb einzustellen, sobald das Dienstverhältnis des eingestellten Ersatzdienstnehmers frühestens gelöst werden kann.
4.  Dienstverträge, die auf bestimmte Zeit abgeschlossen sind, werden durch Erkrankung oder durch Unglücksfall des Dienstnehmers nicht verlängert; sie laufen vielmehr spätestens mit dem Ende der vereinbarten Dienstzeit selbständig ab.
5.  Für die fristlose Auflösung des Dienstverhältnisses (Entlassung oder Austritt) gelten die gesetzlichen Bestimmungen (Angestelltengesetz, ABGB, GewO 1859).
6.  Alle auf eine Auflösung des Dienstverhältnisses abgezielte Erklärungen (Kündigung, Entlassung), mit Ausnahme des ungerechtfertigten vorzeitigen Austrittes, müssen bei sonstiger Unwirksamkeit schriftlich erfolgen.
7.  Die Dienstverhältnisse des diesem Kollektivvertrag unterliegenden übrigen Theaterpersonals (Arbeiter) können – unbeschadet der Bestimmungen des § 23 Kollektivvertrag Abs. 1 bis 6 (daher für Arbeiter, nicht jedoch für PVT – siehe § 28 KV) – von beiden Vertragspartnern unter Einhaltung folgender Kündigungsfristen jeweils zum 15. und letzten Tag des Monats gekündigt werden.
nach mindestens 4-wöchiger Dienstzeit 2 Wochen
nach mindestens 5-jähriger Dienstzeit 4 Wochen
nach mindestens 10-jähriger Dienstzeit 6 Wochen

III. ABSCHNITT


PUBLIKUMSDIENST, VORSTELLUNGSAUSHELFER, TAGESAUSHELFER und LEHRLINGE


§ 24 Arbeitszeit des Publikumsdienstes, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer
1.  Die vertragliche Arbeitszeit beginnt spätestens 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung bzw. einer Probe und endet spätestens eine halbe Stunde nach Schluss der Vorstellung oder einer Probe. Ein Proben- oder Vorstellungsdienst sind 4 1/2 Stunden.
2.  Die Arbeitszeit für Tagesaushelfer wird vertraglich vereinbart.
3.  Teilzeitbeschäftigte (wie Tagesaushelfer) werden im unregelmäßigen Dienst verrechnet, wobei für die Berechnung von Überstunden als Basis eine wöchentliche Normalarbeitszeit von 35 Stunden herangezogen wird (siehe auch § 19 Abs. 6).


§ 25 Sonn- und Feiertagsregelung für den Publikumsdienst, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer
1.  Beim Publikumsdienst, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer (kurz PVT genannt) wird in ständiges und nicht ständiges Personal unterschieden.
PVT die bei den VBW, innerhalb eines Zeitraumes von 3 Monaten, monatlich mehr als 9 Dienste Beschäftigung finden, gelten als ständiges PVT. Die Bestimmungen des Kollektivvertrages sind auf diese unbefristeten Dienstverhältnisse, soweit im Folgenden nicht anders bestimmt wird, sinngemäß anzuwenden.
PVT, die jeweils monatlich mehr als 9 Dienste innerhalb eines unmittelbar vorangehenden Zeitraumes von 3 Monaten beschäftigt werden, stehen verkürzte Nachtruhe und Dienstplanänderung zu.
2.  Nicht ständige PVT sind zur Dienstleistung an den mit ihnen vereinbarten Kalendertagen verpflichtet.
3.  Ständige PVT werden mit namentlichem Dienstplan zur Dienstleistung eingeteilt.
a)
Für die Angehörigen des PVT besteht an Sonn- und Feiertagen Arbeitspflicht.
b)
Anstelle der anfallenden Sonntagsruhe haben die ständigen PVT Anspruch auf Gewährung einer 36-stündigen zusammenhängenden Ersatzruhezeit, die ihnen jeweils am Freitag für die kommenden 4 Wochen bekannt zu geben ist. Solche Angehörige erhalten für den 24. Dezember und Karfreitag je ein Vorstellungsentgelt oder Tagesdienstentgelt.
c)
Dienstnehmer des PVT erhalten bei Arbeit an Feiertagen ein um 100 % vermehrtes Entgelt.
An arbeitsfreien Feiertagen erhalten Dienstnehmer des Publikums- und Vorstellungsdienstes einen Durchschnitt ihrer geleisteten Dienste der letzten drei Monate als Feiertagsentgelt.
Tagesaushelfer erhalten einen Tagsatz (Durchschnitt der geleisteten Normalstunden).


§ 26 Mehrarbeitsleistungen des Publikumsdienstes, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer

Kunsttext
KV kundgemacht am 12.2.2013 / gilt ab 01.01.2013
1.  Wird die Arbeitsleistung eines Angehörigen von PV für einen Vorstellungs- oder Probendienst länger als 4 1/2 Stunden (§ 25 Kollektivvertrag) in Anspruch genommen, so steht ihm für jede weitere halbe Stunde eine Vergütung von 2/9 des Vorstellungsentgeltes zu.
Hat ein Angehöriger von PV an einem Kalendertag mehr als zwei Vorstellungs- oder Probendienste, so gebührt ihm für jeden weiteren Dienst ein um 100 % erhöhtes Vorstellungsentgelt.
2.  Mittels individueller Vereinbarung kann verbindlich geregelt werden, dass Vorstellungsaushelfer sowie Angehörige des Publikumsdienstes im Zuge einer entsprechenden pauschalen Erhöhung des kollektivvertraglichen Entgeltes auf die gesonderte Verrechnung und Bezahlung bestimmter Nebengebühren verzichten.
Für den Fall des Abschlusses einer solchen Vereinbarung besteht daher ab 1.1.2013 kein Anspruch auf gesonderte Verrechnung und Bezahlung folgender in diesem Kollektivvertrag geregelter Nebengebühren:
  • Erschwerniszulage in der Höhe von 4 Normalstundensätzen (§ 18 Z 6; “Matinee”)
  • Vor- und Einrichtungsarbeiten für Nachtvorstellung (§ 19a Z 3 und Z 4)
  • Klaviertransport mechanisch (§ 30 Z 1 lit. a)
  • Klaviertransport händisch (§ 30 Z 1 lit. b)
  • Kutte (§ 30 Z 2 lit. a)
Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Nebengebühren.
3.  Für Tagesaushelfer gelten die Bestimmungen des Kollektivvertrages sinngemäß. Für Tagesaushelfer, die gemäß der Bestimmungen dieses Kollektivvertrages ab 1.1.2013 im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung der jeweiligen Nebengebühren verzichtet haben, wird der Überstundenteiler mit 156 festgelegt.


Ende


§ 27 Urlaub des Publikumsdienstes, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer
1.  Ein Urlaubsanspruch ist nur für solche Angehörige des Publikumsdienstes und der Vorstellungsaushelfer gegeben, die nicht nur vorstellungsweise, sondern fortlaufend für eine 6 Monate übersteigende Zeit eingestellt werden.
2.  Der Anspruch auf bezahlten Urlaub ist im folgenden Ausmaß gegeben:
nach 6-monatiger Dienstzeit 30 Werktage
nach 14-jähriger Dienstzeit 36 Werktage

wobei nur 24 Werktage ununterbrochen gewährt werden müssen.
Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Urlaubsgesetzes.
Feiertage sind für die Urlaubsberechnung nicht als Werktag anzusehen.
3.  Das Urlaubsentgelt beträgt ein Vorstellungsentgelt pro Urlaubswerktag. Feiertage sind für das Urlaubsentgelt als Werktage anzusehen. Weiters gelten die Bestimmungen des § 9 Abs. 6 dieses Kollektivvertrages.


§ 27a Krankenstand des Publikumsdienstes, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer, Teilzeit und geringfügig Beschäftigte
In der Regel wird für die Berechnung des Krankenentgeltes ein Durchschnittswert der geleisteten Dienste auf Basis der letzten 3 vollen Kalendermonate herangezogen. Der Teiler für das Krankenentgelt beträgt 90 Tage.
Im Falle der Krankmeldung durch Dienstnehmer nach Festlegung der wöchentlichen Dienstplanvorschau für die Folgewoche wird der Dienstnehmer ausschließlich für die Tage der eingeplanten Wochendienste der volle Tagessatz lt. Nebengebührenliste abgegolten.


§ 28 Kündigungsfristen und -termine beim Publikumsdienst, Vorstellungsaushelfer und Tagesaushelfer
Die Dienstverhältnisse von ständigen PVT können – unbeschadet der Bestimmungen des § 17 KV – unter Einhaltung folgender Kündigungsfristen jeweils zum Samstag gekündigt werden:
nach mindestens 4-wöchiger Dienstzeit 2 Wochen
nach mindestens 5-jähriger Dienstzeit 4 Wochen
nach mindestens 10-jähriger Dienstzeit 6 Wochen


§ 28a Nachbesetzung von fixen Dienstposten
Bei der Nachbesetzung von fixen Dienstposten wird bei gleichen Dienstvoraussetzungen und Qualifikationen dem bereits bewährten Aushelfer oder Teilzeitbeschäftigten der Vorzug für eine Nachbesetzung gegeben.


§ 28b Lehrlinge
1.  Lehrlinge im regelmäßigen Dienst unterliegen den Bestimmungen des regelmäßigen Dienstes.
2.  Lehrlinge im unregelmäßigen Dienst unterliegen keiner Jahresdurchrechnung, sondern einer wöchentlichen Durchrechnung auf der Basis von 35 Stunden. Es gelten im Weiteren die Bestimmungen des unregelmäßigen Dienstes.

IV. ABSCHNITT


Sonstige Bestimmungen


§ 29 Dreizehnter und vierzehnter Monatsbezug
1.  Die Angehörigen aller Lohngruppen haben Anspruch auf einen 13. und 14. Monatsbezug im Jahr, deren Auszahlungstermin der 31. Mai und der 30. November eines jeden Jahres ist.
2.  Der 13. und 14. Monatsbezug beträgt für alle Dienstnehmer der Lohngruppen A, B, C den durchschnittlichen Monatsbezug der letzten, dem Auszahlungstermin vorausgehenden, drei Monate, für alle übrigen Dienstnehmer der durchschnittliche Grundlohn/das durchschnittliche Grundgehalt zuzüglich einer allfälligen Haushalts- und Kinderzulage sowie Überstunden- und sonstigen Pauschalen des laufenden Kalenderjahres.
3.  Bei Endigung des Dienstverhältnisses ist der aliquote Anteil am 13. und 14. Monatsbezug auszubezahlen.


§ 30 Vergütungen

Kunsttext
KV kundgemacht am 12.2.2013 / gilt ab 01.01.2013
1.  Der Transport der Klaviere kann vom Bühnenpersonal verlangt werden, jedoch gebührt wegen der besonderen Sorgfalt, die dabei aufzuwenden ist, eine Sonderentschädigung im folgenden Ausmaße:
a)
wird ein Klavier mittels mechanischer Vorrichtung von einer Ebene in eine andere gehoben oder gesenkt, so gebührt ein Klaviertransport mechanisch lt. Nebengebührenliste (NGL)
b)
wird ein Klavier allein durch Menschenkraft oder durch Menschenkraft und mechanische Vorrichtung von einer Ebene in eine mindestens 50 cm höhere oder niedrigere oder über mehr als eine Stufe gehoben oder gesenkt, gebührt ein Klaviertransport händisch (mechanisch) lt. NGL

Für den Transport von anderen Tasteninstrumenten, deren Gewicht 100 kg übersteigt, gilt das Gleiche.
Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben weder Anspruch auf eine Nebengebühr gem. Z 1 lit. a noch auf eine Nebengebühr gem Z 1 lit. b. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Nebengebühren (gem. Z 1 lit. a und gem. Z 1 lit. b) zu verzichten.
2.  Wird ein Angehöriger des Vorstellungspersonals vom Dienstgeber dazu verhalten,
a)
in einer Tarnkleidung Arbeiten auf offener Bühne zu verrichten, so steht ihm ein Kuttengeld lt. NGL zu;
Dienstnehmer, die ab 1.1.2013 eintreten, haben keinen Anspruch auf diese Nebengebühr. Dienstnehmer, die vor dem 1.1.2013 eingetreten sind, haben die Möglichkeit, im Zuge einer pauschalen Abgeltung auf eine gesonderte Verrechnung und Bezahlung dieser Nebengebühr zu verzichten.
b)
im Kostüm oder im Arbeitsanzug auf offener Bühne Dienst zu leisten, steht ihm ein Kostümgeld lt. NGL zu. Ob die Voraussetzungen für diese Nebengebühr erfüllt sind, ist durch den zuständigen Verantwortlichen (etwa Technischer Direktor) für jeweils eine Produktion im Vorhinein festzulegen.
3.  Wird der bindende Dienstplan abgeändert, sind diese zusätzlichen Stunden nach den Bestimmungen des Kollektivvertrages zu bezahlen und dem Dienstnehmer gebührt eine Dienstplanänderungsprämie je angefangener Stunde gemäß NGL. Für jede Dienstplanänderung ist das Einvernehmen mit dem Betriebsrat herzustellen.
Wird ein Dienstnehmer an seinem freien Tag, wenn dieser wegen Dienstplanänderung abgelöst werden muss, zum Dienst eingeteilt, muss die Dienstplanänderungsprämie bezahlt werden.
Wird ein Dienstnehmer krank und er muss durch einen Kollegen ersetzt werden, gibt es für diesen Vertretungsdienst keine Dienstplanänderungsprämie.
Die Prämie für Dienstplanänderungen wird weiters nicht ausbezahlt bei Pflegefreistellung, Todesfall eines Dienstnehmers und Ersatz durch einen anderen sowie bei höherer Gewalt (z.B. Stromausfall vor dem Übergabepunkt zur hausinternen Stromversorgung, Erdbeben, Feuersbrunst, Blitzschlag, Bombendrohung; aber nicht techn. Gebrechen oder Fehlleistungen im Haus).
Bei einer täglichen zusammenhängenden Dienstzeit über 10,5 Stunden in Zusammenhang mit einer Dienstplanänderung wird die 1/2-stündige Pause in Form einer halben 50%igen Überstunde abgegolten.
4.  Endet der Dienst nach 23:30 Uhr, gebührt dem Dienstnehmer eine Heimbeförderungszulage (Taxigeld) gemäß NGL oder die tatsächlichen Taxikosten werden gegen Vorlage des Beleges rückerstattet.
5.  Mit Wirksamkeit 01.01.2006 ist ein neues Lohn- und Gehaltsschema für den unregelmäßigen und regelmäßigen Dienst Grundlage für die Überreihung eines Dienstnehmers vom regelmäßigen Dienst in den unregelmäßigen Dienst.
Dienstnehmer im regelmäßigen Dienst, die tageweise in den unregelmäßigen Dienst übernommen werden, erhalten pro Tag 1/22 dieser Differenz bei linearer Lohnstufe und Lohngruppe (siehe § 18 Abs. 2).
6.  Dem Dienstnehmer gebührt eine Haushaltszulage entsprechend den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 29.02.1956 über die Bezüge der Bundesbeamten (Gehaltsgesetz 1956), unter Berücksichtigung der Gesetze, die zur Abänderung des Gehaltsgesetzes erlassen wurden und künftig erlassen werden.


Ende


§ 31 Abfertigung, Todesfallbeitrag
Für Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen wurde, gelten die Bestimmungen des betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetzes. Für Dienstnehmer, die vorher eingetreten sind, gelten die Abfertigungsbestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. des Arbeiterabfertigungsgesetzes mit der Modifikation, dass im Fall des Todes durch einen Arbeitsunfall der Anspruch auf Zahlung von zwei Monatsentgelten der gesetzlichen unterhaltsberechtigten Erben auch dann besteht, wenn das Dienstverhältnis noch nicht drei Jahre gedauert hat.


§ 32 Jubiläumsgabe
Alle Dienstnehmer erhalten Jubiläumsgaben, die nach Zurücklegung einer Dienstzeit von 25 Jahren zwei Monatsbezüge brutto und nach Zurücklegung einer Dienstzeit von 40 Jahren drei Monatsbezüge brutto betragen. Nach 35 Arbeitsjahren bei Pensionierung des Dienstnehmers erhält er ebenfalls 3 Monatsbezüge brutto ausbezahlt.


§ 33 Versehrtenurlaub
Der zusätzliche Urlaub für Versehrte beträgt:
30 % 2 Arbeitstage
40 % 4 Arbeitstage
50 % 5 Arbeitstage
60 % 6 Arbeitstage


§ 34 Lohn- und Gehaltsschema, Nebengebührenliste
Das Lohn- und Gehaltsschema für den regelmäßigen wie unregelmäßigen Dienst sowie die Nebengebührenliste mit Wirksamkeit 1. Jänner 2010 ist Bestandteil des KV.

V. Abschnitt



LOHNRECHTLICHER TEIL
1.  LOHN- und GEHALTSREGELUNG
Der Mindestlohn/das Mindestgehalt der einzelnen Lohngruppen beträgt ab 1. Januar 2010:
VIII. Lohngruppe:
Technische Leiter, Inspektoren Freie Vereinbarung
VII. Lohngruppe:
Obermeister, Malersaalvorstand, Abteilungsleiter Verwaltung Stufe 1
VI. Lohngruppe:
Meister, selbständige Theatermaler Stufe 1
V. Lohngruppe:
Theaterpersonal im Angestelltenverhältnis mit erhöhtem Verantwortungsbereich, Vorarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter mit erhöhtem Verantwortungsbereich, geprüfte Beleuchter, geprüfte Heizer u.a. Stufe 1
IV. Lohngruppe:
Theaterpersonal im Angestelltenverhältnis mit abgeschlossener Berufsausbildung (Tischler, Schlosser, Schneider, Friseure, Tapezierer, Elektriker, usw.), Techniker, Maskenbildner, Beleuchter, Ankleider, Requisiteure usw., Vorarbeiter nicht im Angestelltenverhältnis Stufe 1
III. Lohngruppe:
Theaterpersonal im Angestelltenverhältnis, Professionisten, Verwaltungsmitarbeiter, angelernte Dienstnehmer, sonstiges Hauspersonal, Portiere, Boten usw. Stufe 1
II. Lohngruppe:
Theaterpersonal nicht im Angestelltenverhältnis, ungelerntes Theaterpersonal, Portiere, Boten, sonstiges Hauspersonal, Reinigungspersonal usw.
I. Lohngruppe:
Hilfskräfte Stufe 1
A. Vorstellungsaushelfer
Pro Dienst
B. Tagesaushelfer
Siehe § 25 Abs. 2 Kollektivvertrag
C. Publikumsdienst
Billeteur, Publikumsgarderobiere, sonstiges Zuschauerraumpersonal usw. 1. pro Dienst
2. pro Dienst

Dienstnehmer der Lohngruppe C erhalten nach 4 Theaterspieljahren ununterbrochener Theaterzugehörigkeit eine Treueprämie lt. NGL, nach 8 Spieljahren ununterbrochener Theaterzugehörigkeit eine weitere Treueprämie lt. NGL und nach 12 Theaterspieljahren ununterbrochener Theaterzugehörigkeit nochmals eine weitere Treueprämie lt. NGL.
Für den Programmverkauf erhält der Dienstnehmer 10 % des Verkaufspreises pro Programm.


Unterzeichnungsprotokoll
Für die Wirtschaftskammer Wien
Fachgruppe Wien der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Komm.Rat Fery Keinrath Mag. Oswald Bacovsky
Obmann der Fachgruppe Fachgruppengeschäftsführer
Für die Vereinigten Bühnen Wien GmbH
Linke Wienzeile 6
1060 Wien
Mag. Thomas Drozda
Generaldirektor
Für den Österreichischen Gewerkschaftsbund
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten -
Kunst, Medien, Sport, freie Berufe
Ing. Christian Meidlinger Angela Lueger
Vorsitzender Vorsitzende Stellvertreterin

Wien, am 9. Mai 2011

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