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KV-Infoplattform

Tageszeitungen/Redakteure u. Reporter / Lohn-/Gehaltsordnung

Punktation


abgeschlossen zwischen der Gewerkschaft GPA-djp und dem Verband Österreichischer Zeitungen über das Ergebnis der Verhandlungen vom 28. Mai 2018
Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier


Zusatzpunktation
Nebenausgaben sowie redaktionellen digitalen Angeboten angestellten Redakteure, Redakteursaspiranten und Dienstnehmer des technisch-redaktionellen Dienstes und zum Gesamtvertrag für ständige freie Mitarbeiter

Die KV-Verhandlungsteams von VÖZ und GPA-djp haben in der heutigen Sitzung folgende Änderungen zum Rahmenrecht vereinbart:
1.  Änderung des Urlaubsanspruches für den technisch-redaktionellen Dienst
§ 34 Abs. 1 RedKV erhält mit Wirkung ab 01.06.2018 folgenden Wortlaut:

„Redakteuren und Redakteursaspiranten gebührt in jedem Dienstjahr Urlaub im Ausmaß laut Journalistengesetz. Dienstnehmern des technisch-redaktionellen Dienstes gebührt in jedem Dienstjahr Urlaub in folgendem Ausmaß:
  • nach 10jähriger Dauer des Dienstverhältnisses 31 Werktage,
  • nach 15jähriger Dauer des Dienstverhältnisses 33 Werktage,
  • nach 20jähriger Dauer des Dienstverhältnisses 36 Werktage,
Wertneutrale Umrechnung des jeweiligen Urlaubsanspruches von Werktagen auf Arbeitstage ist möglich.
Übergangsbestimmung für alle Dienstnehmer des technisch-redaktionellen Dienstes, die ab dem 01.07.2013 neu angestellt wurden:

Dienstnehmern des technisch-redaktionellen Dienstes gebührt im laufenden Urlaubsjahr 2017/2018 der Urlaub im Ausmaß laut Urlaubsgesetz. Eine wertneutrale Umrechnung des jeweiligen Urlaubsanspruches von Werktagen auf Arbeitstage ist möglich."
2.  Einführung eines Anspruches auf Familienzeit
§ 22 erhält folgende Überschrift:
,,Anrechnung von Karenzzeiten und Zeiten einer Familienzeit"
Nach § 22 Abs. 1 wird folgender Abs. 2 ergänzt: [Abs. 1 unverändert]
“2.
Beansprucht ein Dienstnehmer ab 01.06.2018 eine Familienzeit im Sinne des § 22a und tritt er den Dienst unmittelbar danach wieder an, erhält er Zeiten der Familienzeit bis zu einem Gesamtausmaß (Summe aus Karenzen und Familienzeit) von maximal 24 Monaten für die Bemessung aller dienstzeitabhängigen Ansprüche angerechnet."

Nach § 22 wird folgender § 22a eingefügt:
,,§ 22a Familienzeit
“(1)
Bei Vorliegen der Voraussetzungen des§ 2 Abs. 1 Familienzeitbonusgesetz (FamZeitbG) und des Abs. 2 dieser Bestimmung haben Angestellte Anspruch auf Familienzeit gemäß Familienzeitbonusgesetz (idF BGBI I Nr. 53/2016).
(2)
Der Angestellte hat die Inanspruchnahme der Familienzeit spätestens drei*) Monate vor dem voraussichtlichen Geburtstermin unter Darlegung der anspruchsbegründenden Umstände bekanntzugeben. Beginn und Dauer (Abs. 1) der Familienzeit sind zu vereinbaren. Erfolgt die Geburt des Kindes nach dem vereinbarten Beginn, so ersetzt der Geburtstermin den vereinbarten Termin. Erfolgt die Geburt vor dem prognostizierten Geburtstermin, so kann der Beginn einvernehmlich abgeändert werden.
(3)
Die Familienzeit endet vorzeitig, wenn der gemeinsame Haushalt mit dem Kind und der Mutter aufgehoben wird."
3.  Änderung von § 6 des Gesamtvertrags für ständige freie Mitarbeiter
§ 6 des Gesamtvertrags wird neugefasst wie folgt:
,,§ 6 Abstandshonorar
Wird ein verbindlich vereinbarter Beitrag lt. § 3 bis 5 bereitgestellt, aber aus Gründen, die nicht in der Sphäre des ständigen freien Mitarbeiters / der ständigen freien Mitarbeiterin liegen, nicht veröffentlicht, gebührt jedenfalls ein Abstandshonorar in Höhe von 100 % des jeweils zu treffenden Honorars."
Festgehalten wird, dass die vereinbarten Änderungen der Genehmigung durch den Vorstand des Verbands Österreichischer Zeitungen sowie des Präsidiums der Journalistengewerkschaft bedürfen und sich daher vorbehaltlich dieser Genehmigung verstehen.
*) Für Familienzeiten vor dem 1. September 2018 gilt eine verkürzte Frist (Übergangsregelung), wenn sie binnen 14 Tagen ab Unterfertigung dieser Vereinbarung bekannt gegeben werden.

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