Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen
KV-Infoplattform

Hotel- Gastgewerbe / Café-Restaurant Modul / Zusatz / Lohn/Gehalt

Betriebskollektivvertrag


abgeschlossen zwischen

der Fachgruppe Kaffeehäuser, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Wirtschaftskammer Wien, Judenplatz 3-4, 1010 Wien,

und

der Gewerkschaft vida, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien


Kollektivvertrag
1.  Geltungsbereich:
Dieser Kollektivvertrag gilt für alle Arbeiter/innen im Betrieb der Wirtschaftskammer Wien “Cafe-Restaurant Modul”, 1190 Wien, Peter-Jordan-Straße 78-80.
2.  Festlohnsystem:
Anstelle des Garantielohnsystems im Sinne des Kollektivvertrags für Arbeiter/innen im Hotel- und Gastgewerbe gilt ein Festlohnsystem.
3.  Löhne 2013 und 2014:
Die monatlichen Mindestlöhne für alle Arbeiter/innen im oben genannten Betrieb ergeben sich für die Jahre 2013 und 2014 aus der nachstehenden Lohntabelle. Sie sind darin in brutto enthalten und nach Berufsjahren im Sinne der Dienstzeitzulage des Kollektivvertrags für Arbeiter/innen im Hotel und Gastgewerbe gestaffelt.
Lohngruppen bis zum vollendeten 5. Jahr ab dem 6. Jahr ab dem 11. Jahr ab dem 16. Jahr ab dem 21. Jahr
Lohngruppe 1
Qualifizierte Facharbeiter/innen mit großem Verantwortungsbereich:

Abteilungsverantwortliche überwiegend im operativen Geschäft, die aufgrund entsprechender Qualifikationen
  • sehr anspruchsvolle berufseinschlägige Arbeiten selbstständig und unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst verrichten,
  • für den Wareneinkauf und die Kalkulation in ihrer Abteilung verantwortlich sind,
  • umfassende fachliche und personelle Verantwortung für ihnen unterstellte Arbeitskräfte tragen.
Beispiele:

Restaurantchef/in
Küchenchef/in
2013
1.900,00 1.947,50 1.995,00 2.042,50 2.090,00
2014
1.950,00 1.998,80 2.047,50 2.096,30 2.145,00
Lohngruppe 2
Qualifizierte Facharbeiter/innen mit erweitertem Verantwortungsbereich:

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw. mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule, die nicht unter Lohngruppe 1 fallen, sowie Stellvertreter/innen von Arbeitern/Arbeiterinnen in der Lohngruppe 1, die
  • berufseinschlägige Arbeiten selbstständig und unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortungsbewusst verrichten,
  • Kunden und Gäste entsprechend fachlich beraten und
  • fachliche Verantwortung für ihnen unterstellte Arbeitskräfte tragen.
Beispiele:

Restaurantchef/in, der/die nicht unter Lohngruppe 1 fällt
Restaurantchef-Stellvertreter/in
Küchenchef/in, der/die nicht unter Lohngruppe 1 fällt
Küchenchef-Stellvertreter/in
Chef de rang, der aufgrund seines erweiterten Verantwortungsbereiches nicht unter Lohngruppe 3 fällt
Chef de partie, der aufgrund seines erweiterten Verantwortungsbereiches nicht unter Lohngruppe 3 fällt
2013
1.720,00 1.763,00 1.806,00 1.849,00 1.892,00
2014
1.770,00 1.814,30 1.858,50 1.902,80 1.947,00
Lohngruppe 3
Facharbeiter/innen im berufseinschlägigen Aufgabenbereich:

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw. mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule, die
  • berufseinschlägige Arbeiten nach Anweisung verantwortungsbewusst verrichten und
  • Kunden und Gäste entsprechend fachlich beraten.
Beispiele:

Restaurantfachmann/-frau mit oder ohne Inkasso
Koch/Köchin, Konditor/in und Bäcker/in, jeweils mit abgeschlossener Berufsausbildung
Elektriker/in, Haustischler/in und Chauffeur/in, jeweils mit abgeschlossener Berufsausbildung, der/die als solche eingesetzt wird.
2013
1.550,00 1.588,80 1.627,50 1.666,30 1.705,00
2014
1.600,00 1.640,00 1.680,00 1.720,00 1.760,00
Lohngruppe 4a
Arbeiter/innen nach 3 Monaten im 1. und 2. Gehilfenjahr:

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw. mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule in den ersten zwei Jahren nach Lehrabschluss bzw. Schulabschluss, nach 3 Monaten im 1. Gehilfenjahr.
Beispiel:

Restaurantfachmann/-frau und Koch/Köchin, jeweils im 1. und 2. Gehilfenjahr nach der Behaltezeit
2013
1.430,00
2014
1.480,00
Lohngruppe 4b
Arbeiter/innen in den ersten 3 Monaten im 1. Gehilfenjahr:

Arbeiter/innen mit abgeschlossener facheinschlägiger Lehre bzw, mit Abschluss einer mindestens 3-jährigen facheinschlägigen berufsbildenden mittleren Schule bzw. einer facheinschlägigen berufsbildenden höheren Schule in den ersten 3 Monaten im 1. Gehilfenjahr.
2013
1.350,00
2014
1.400,00
Lohngruppe 5
Arbeiter/innen ohne abgeschlossene facheinschlägige Berufsausbildung:

Arbeiter/innen ohne abgeschlossene facheinschlägige Berufsausbildung und Hilfskräfte in allen Bereichen.
Beispiele:

Hilfskraft im Service
Hilfskoch/Hilfsköchin
Abwäscher/in
Hausarbeiter/in ohne abgeschlossene facheinschlägige Berufsausbildung
Sonstige Hilfskraft in Küche und Service
2013
1.350,00 1.383,80 1.417,50 1.451,30 1.485,00
2014
1.400,00 1.435,00 1.470,00 1.505,00 1.540,00
4.  Löhne 2015:
Die monatlichen Mindestlöhne für alle Arbeiter/innen im oben genannten Betrieb für das Jahr 2015 berechnen sind, indem die Mindest-Festlöhne 2014 mit dem VPI national (Durchschnitt von 1.11.2013 bis 31.10.2014) plus 0,5 % erhöht werden. Die Rundung erfolgt kaufmännisch auf ganze Eurobeträge.
Redaktionelle Anmerkungen Aktuelle Löhne siehe “Ergänzendes Übereinkommen” vom 03.12.2014!
5.  Sonderzahlungen:
Die gemäß Punkt 14 des Kollektivvertrages für Arbeiter/innen im Hotel- und Gastgewerbe zustehende Jahresremuneration beträgt 200 % des jeweils zustehenden Istlohnes. Sie ist in zwei gleichen Teilen am 30.6. und am 30.11. eines jeden Kalenderjahres fällig.
6.  Verfall:
Entgeltansprüche auf Grund von Unstimmigkeiten hinsichtlich der Einstufung verfallen mangels schriftlicher Geltendmachung nach sechs Monaten. Bei rechtzeitiger Geltendmachung bleibt die dreijährige Verjährungsfrist des § 1486 ABGB aufrecht.
7.  Inkrafttreten und Gültigkeitsdauer:
Dieser Betriebskollektivvertrag tritt mit 1.1.2013 in Kraft und ist bis zum 31.12.2015 befristet. Nach Ablauf dieser Zeit sind Verhandlungen über neue Festlöhne zu führen.
8.  Hinterlegung:
Die Hinterlegung und Kundmachung des gegenständlichen Betriebszusatzkollektivvertrags besorgt die Gewerkschaft vida; die Kostentragung hierfür leistet das “Café-Restaurant Modul”.



FACHGRUPPE KAFFEEHÄUSER WIEN
KommR Berndt Querfeld Mag. Norbert Lux
Obmann Fachgruppengeschäftsführer
ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND
GEWERKSCHAFT VIDA
Rudolf Kaske Bernd Brandstetter
Vorsitzender Bundesgeschäftsführer
Bundessektionsvorsitzender
Rudolf Komaromy
Bundesfachgruppen-Vorsitzender
CAFÉ-RESTAURANT MODUL
Michael Prantz
Direktor

Weiterempfehlen

© 2019 ÖGB | Impressum | Datenschutz