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KV-Infoplattform

Holzverarbeitende Industrie / Beilage / Lohn/Gehalt

Kollektivvertrag


abgeschlossen zwischen dem Fachverband der Holzindustrie Österreichs einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Bau-Holz, anderseits.
Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Gewerkschaft Bau - Holz
Artikel III Rahmenrechtliche Änderungen für den Kollektivvertrag der Sägeindustrie und den Kollektivvertrag der holzverarbeitenden Industrie
Die bereits akkordierte textliche Überarbeitung der Arbeiter- Rahmen-Kollektivverträge als Arbeitsgruppenergebnis wird nachfolgend nicht dargestellt, sondern direkt in die Rahmen-KV 2019 eingearbeitet, dies gilt ebenso für § 18A (nur mehr „Wegen Arbeitsunfall“).


Im Rahmenkollektivvertrag der Sägeindustrie § 5, Abs 1, im Rahmenkollektivvertrag der holzverarbeitenden Industrie § 5 Abs 2 wird folgender Satz neu eingefügt:
Bei Arbeitsleistungen über die 10. Stunde hinaus gebührt künftig eine weitere 10-minütige bezahlte Pause, wenn voraussichtlich mehr als eine Stunde über die 10. Stunde hinaus gearbeitet werden wird.


Im Rahmenkollektivvertrag der Sägeindustrie wird § 5 Abs 3a, im Rahmenkollektivvertrag der holzverarbeitenden Industrie § 5 Abs 4a, neu wie folgt eingefügt:
Die 11. und 12. Tagesarbeitsstunde sowie jene Stunden ab der 51. Wochenarbeitsstunde werden mit einem 100- prozentigen Zuschlag vergütet, sofern diese Stunden ausdrücklich als Überstunden angeordnet wurden. Dieser Zuschlag gebührt nicht bei Gleitzeit, bei betrieblich vereinbarter 4-Tage-Woche, sowie bei Schichtarbeit, sofern es sich nicht um ausdrücklich angeordnete Überstunden außerhalb des Schichtplanes handelt und für Lenker gem. § 4 Abs 4a) bis 4e).
Wegen der Umsetzung der elektronischen Zeitaufzeichnung tritt die Regelung des Zuschlags ab der 51. Wochenarbeitsstunde mit 1.1.2020 für alle Betriebe in Kraft. Durch Betriebsvereinbarung kann der Geltungsbeginn für die Regelung des Zuschlags für die 11. und 12. Tagesarbeitsstunde bis längstens 31.12.2019 aufgeschoben werden.
Im Rahmenkollektivvertrag der Sägeindustrie und im Rahmenkollektivvertrag der holzverarbeitenden Industrie wird folgender § 5A samt Überschrift neu eingefügt:


§ 5A Verbrauch von Zeitguthaben – Rechtsanspruch auf tageweisen Zeitausgleich
Wurde die Abgeltung für Überstunden durch Zeitausgleich vereinbart, so legt der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin den Verbrauch der Zeitguthaben fest, doch hat er bzw. sie sich um das Einvernehmen mit dem Arbeitgeber zu bemühen. Kommt das Einvernehmen nicht zustande, kann er bzw. sie mit einer Vorankündigungszeit von vier Wochen den Verbrauchszeitpunkt für jeweils bis zu fünf Arbeitstage bzw. fünf Schichten einseitig festlegen. Dem Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin ist der jeweilige Zeitsaldo monatlich schriftlich bekannt zu geben und jederzeit Einsicht in die Aufzeichnungen zu gewähren. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nicht verbrauchte Zeitguthaben ausbezahlt.


Im Rahmenkollektivvertrag der Sägeindustrie wird § 8 Abs 12, im Rahmenkollektivvertrag der holzverarbeitenden Industrie § 9 Abs 12, neu wie folgt eingefügt:
Lehrlinge, die im Lehrverhältnis das 18. Lebensjahr vollenden, erhalten mit der dem 18. Geburtstag folgenden Lohnabrechnungsperiode die Lehrlingsentschädigung des 3. Lehrjahres. Im 4. Lehrjahr gebührt eine Lehrlingsentschädigung wie bisher.


Im Rahmenkollektivvertrag der holzverarbeitenden Industrie wird nach § 16 Abs. 3 ein Abs. 3a) und im Rahmenkollektivvertrag der Sägeindustrie wird nach § 16 Abs. 2 ein Abs. 2a) eingefügt:
Für alle bestehenden sowie künftig neu begründeten Dienstverhältnisse gilt gemäß § 1159 Abs 3 ABGB (idF BGBl. Nr. 153/2017) der Fünfzehnte und letzte Tag eines jeden Kalendermonats als bereits vereinbarter Kündigungstermin. Diese Regelung gilt auf unbestimmte Zeit und daher über den Zeitpunkt des Inkrafttretens von § 1159 Abs 3 ABGB (idF BGBl. Nr. 153/2017) per 1.1.2021 hinaus. Davon ausgenommen ist der KV Faserund Spanplattenindustrie.

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