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KV-Infoplattform

Gewürzindustrie / Lohn-/Gehaltsordnung

Lohnvertrag


abgeschlossen zwischen dem Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie Österreichs,
VERBAND DER GEWÜRZINDUSTRIE

1030 Wien, Zaunergasse 1-3 und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft PRO-GE, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1.
Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Gewerkschaft PRO-GE
Abschlussinfo

  • Kollektivvertragliche Mindestlöhne wurden durchschnittlich um 2,33 % erhöht; die Lohnkategorie 3.b. wurde dabei um 2,69 % angehoben.
  • Prozentuelle Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen laut RKV.
  • Die euromäßige Überzahlung über den Kollektivvertrag bleibt weiterhin aufrecht.
  • Zudem wurde vereinbart, dass man das Jubiläumsgeld in zusätzliche Freizeit umwandeln kann.
  • Mit der Lohnkategorie 4.b. (Sonstige Arbeitnehmer/-innen) beträgt der neue kollektivvertragliche Mindestlohn 1.595,36 Euro.

Geltungsbeginn: 1.2.2020 (Laufzeit: 12 Monate)


I. Geltungsbereich
a.  Räumlich:
Für das Gebiet der Republik Österreich.
b.  Fachlich:
Für alle Betriebe, die dem Verband der Gewürzindustrie angehören.
c.  Persönlich:
Für alle in den Betrieben des Verbandes der Gewürzindustrie Beschäftigten, soweit sie nicht der Angestelltenversicherungspflicht unterliegen.


II. Geltungsbeginn
Dieser Lohnvertrag tritt am 1. Februar 2020 in Kraft.


III. Lohnsätze
Zur Ermittlung des Stundenlohnes ist der Monatslohn durch 167 zu teilen.
Monatslohn
1. MüllerInnen , ProfessionistInnen, VorarbeiterInnen mit Warenmanipulation 2.066,13
2. Sonstige VorarbeiterInnen, KraftfahrerInnen und geprüfte StaplerfahrerInnen 1.926,19
3. Qualifizierte ArbeitnehmerInnen
a. mit Warenmanipulation 1.751,00
b. mit selbständiger Maschinenbedienung 1.714,81
c. andere MaschinenarbeiterInnen 1.648,61
d. Sonstige 1.595,36
4. ArbeitnehmerInnen:
a. mit erschwerter körperlicher Tätigkeit 1.648,61
b. Sonstige 1.595,36
5. FerialpraktikantInnen 1.458,74


IV. Lehrlingsentschädigung
€ pro Monat
Im 1. Lehrjahr 723,15
Im 2. Lehrjahr 929,76
Im 3. Lehrjahr 1.342,98
Im 4. Lehrjahr 1.458,74


V. Dienstalterszulage
Den mehr als 5 Jahre ohne Unterbrechung im Betrieb beschäftigten ArbeitnehmerInnen ist eine Dienstalterszulage zu gewähren. Diese Dienstalterszulage ist mit Ausnahme von Zulagen und Zuschlägen bei der Berechnung aller übrigen Entgeltarten zu berücksichtigen. Die Höhe der Dienstalterszulage wird wie folgt festgelegt:
Zur Ermittlung der Dienstalterszulage pro Stunde ist die monatliche Dienstalterszulage durch 167 zu teilen.
Zulage zum kollektivvertraglichen Grundlohn
€/Monat
Nach dem vollendeten 5. Dienstjahr 42,91
Nach dem vollendeten 10. Dienstjahr 55,41
Nach dem vollendeten 15. Dienstjahr 64,35
Nach dem vollendeten 20. Dienstjahr 75,09
Nach dem vollendeten 25. Dienstjahr 80,45

Betriebliche Regelungen, die den Charakter einer Dienstalterszulage haben, sind auf die gegenständliche Vereinbarung anzurechnen.


VI. Begünstigungsklausel
Günstigere betriebliche Vereinbarungen bleiben durch diesen Lohnvertrag unberührt.
Die bisher gewährte euromäßige Überzahlung über den Kollektivvertragslohn ist auch nach Inkrafttreten der neuen Lohnsätze beizubehalten.


VII. Freizeitausgleich
Der Kollektivvertrag betreffend die Einführung der 38,5-Stunden-Woche vom 31. Jänner 1991 wird in II., 3., 3. Absatz, erster und zweiter Satz wie folgt geändert:
“Der Zeitraum für den Freizeitausgleich beträgt 26 Wochen; dieser kann durch Betriebsvereinbarung auf bis zu 52 Wochen verlängert werden.”



Wien, am 10. Februar 2020
Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie
Obmann Geschäftsführerin
GD KR DI Johann MARIHART Mag. Katharina KOSSDORFF
Verband der Gewürzindustrie
Obmann Geschäftsführerin
Dr. Erwin KOTÀNYI Mag. Katharina KOSSDORFF
Österreichischer Gewerkschaftsbund
Gewerkschaft PRO-GE
Bundesvorsitzender Bundessekretär
Rainer WIMMER Peter SCHLEINBACH
Sekretär
Erwin A. KINSLECHNER

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