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KV-Infoplattform

BARS (Rettungs- und zugehörige Sanitätsberufe) / Tirol / Anhang / Lohn/ Gehalt

Anhang

VI. Anhang für das Bundesland Tirol
1. Jänner 2017

Dieser Anhang beinhaltet die landesspezifischen, dem Anhang vorbehaltenen Bestimmungen des Kollektivvertrages, die einen integrierenden Bestandteil desselben bilden.
Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Hinterlegte Fassung beim Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz — Gewerkschaft vida // Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier


1. Verwendungsgruppenschema
Entsprechend diesem Anhang findet für alle Arbeitnehmer bzw Arbeitnehmerinnen das Entlohnungsschema I gemäß 2 Anwendung. Die Verwendungsgruppeneinteilung wird wie folgt festgelegt:
Entlohnungsgruppe e:
Hilfskräfte
Entlohnungsgruppe d:
Rettungssanitäter bzw Rettungssanitäterin, Notfallsanitäter bzw Notfallsanitäterin, Verwaltungsdienst
Entlohnungsgruppe c:
Rettungs- und Notfallsanitäter bzw Rettungs- und Notfallsanitäterin mit 11-jähriger Dienstzeit beim Arbeitgeber bzw bei der Arbeitgeberin, gehobener Verwaltungsdienst ohne Eigenverantwortung
Entlohnungsgruppe b:
Verwaltungsangestellte im gehobenen Verwaltungsdienst mit Eigenverantwortung


2. Gehaltstabelle:
Die nachstehenden Gehaltstabellen erhöhen sich um denselben Prozentsatz (zuzüglich allfälliger vom Land gewährter Einmalzahlungen) und zu demselben Wirksamkeitsbeginn analog der jährlichen Erhöhung der Löhne und Gehälter der Vertragsbediensteten des Bundes.
Entlohnungsschema I ab 01.01.2017
Entlohnungsstufe Dienstjahre Entlohnungsgruppe
b c d e
Euro
1 1 - 2 1.723,11 1.532,87 1.471,69 1.410,91
2 3 - 4 1.763,43 1.567,92 1.499,04 1.426,30
3 5 - 6 1.803,95 1.602,77 1.525,98 1.441,40
4 7 - 8 1.845,18 1.637,51 1.553,13 1.456,80
5 9 - 10 1.888,13 1.672,36 1.580,18 1.471,69
6 11 - 12 1.932,20 1.707,01 1.607,02 1.487,29
7 13 - 14 1.979,20 1.742,06 1.634,17 1.502,58
8 15 - 16 2.026,30 1.776,70 1.661,12 1.517,78
9 17 - 18 2.092,66 1.811,45 1.688,47 1.533,07
10 19 - 20 2.160,53 1.846,70 1.715,52 1.548,47
11 21 - 22 2.249,16 1.884,08 1.742,46 1.563,77
12 23 - 24 2.338,31 1.922,17 1.769,31 1.579,27
13 25 - 26 2.427,65 1.961,37 1.796,56 1.594,16
14 27 - 28 2.515,99 2.001,99 1.823,81 1.609,56
15 29 - 30 2.604,02 2.042,41 1.851,36 1.624,75
16 31 - 32 2.692,35 2.083,13 1.880,03 1.640,25
17 33 - 34 2.781,19 2.124,36 1.909,40 1.655,55
18 35 - 36 2.868,71 2.165,39 1.938,98 1.670,74
19 37 - 38 2.957,55 2.206,62 1.970,69 1.686,24
20 39 - 40 3.045,18 2.247,54 2.001,99 1.701,43
21 41 - 42 2.288,67 2.033,50 1.716,53

Die Vorrückung in die nächsthöhere Entlohnungsstufe erfolgt mit dem ersten Tag jenes Monats, der auf den Tag folgt, an dem die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer weitere zwei Jahre ihres oder seines Dienstverhältnisses vollendet (Vorrückungstermin). Die Entlohnungsstufe einer Arbeitnehmerin oder eines Arbeitnehmers ändert sich anlässlich einer Umstufung in eine höhere Entlohnungsgruppe nicht.


3. Zulagen
ab 01. 01. 2017:

Die Zulagen erhöhen sich jeweils in derselben Höhe und zu demselben Wirksamkeitstermin wie die Zulagen der Vertragsbediensteten des Bundes.
Euro mtl.
Kinderzulage pro Kind 18,94
Verwaltungsdienstzulage
Verwaltungsdienstzulage von b–e alle Stufen 164,92
Sanitätsdienstzulage 56,83
Notfallsanitäterzulage (gilt ab 1.1.2020)
Ab 1.1.2020 erhalten Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen für Dienste, für die sie vom Arbeitgeber oder von der Arbeitgeberin als Notfallsanitäter oder als Notfallsanitäterin am REF, NEF oder RTW eingeteilt werden, eine Zulage in Höhe von EUR 12,- pro Dienst (unabhängig von dessen Länge). Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin kann dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin bei häufigerer Einteilung alternativ diese Zulage in Form von einer monatlichen Pauschale in Höhe von EUR 120,- bezahlen. Es obliegt der Entscheidung des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin, ob die Zulage in einem Kalendermonat als Pauschale oder pro Dienst ausbezahlt wird. Die monatliche Pauschale gebührt maximal 12-mal pro Jahr. Die Notfallsanitäterzulage wird fiktiv für 2017 mit EUR 12,- pro Dienst oder EUR 120,- monatlich pauschal festgesetzt. Die zunächst fiktive Valorisierung erfolgt gemäß der obigen Valorisierungsbestimmung 2018 und 2019. Die Auszahlung der Zulage ab 1.1.2020 erfolgt in der dann entsprechend valorisierten Höhe.
Vergütung für die besondere Belastung (Erschwerniszulage)
für Gehaltsstufen 1 bis 7 + im 1. Jahr der Gehaltsstufe 8 164,11
im 2. Jahr der Gehaltsstufe 8 und in den höheren Gehaltsstufen 186,80


4. Überstundenteiler:
4.1.  Der Überstundenteiler beträgt 173. Für geleistete Überstunden gebührt ein Zuschlag von 50 %, für geleistete Nachtüberstunden zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr gebührt ein Zuschlag von 100 %.
4.2.  Für Überstunden die im Rahmen der Bewältigung von Großunfällen bzw bei Katastropheneinsätzen geleistet werden, gilt ohne Rücksicht auf die Einsatzzeit und den Einsatztag ein Entgeltzuschlag von 50 %.
4.3.  Wird der Arbeitnehmer bzw die Arbeitnehmerin aus seiner bzw ihrer Freizeit zum Dienst geholt oder während seiner bzw ihrer 36-stündigen Ruhezeit zum Dienst herangezogen, ist ein Entgeltzuschlag von 100 % zum Grundstundenlohn zu bezahlen.
Fällt eine solche Arbeitsleistung auf einen an und für sich für den Arbeitnehmer bzw die Arbeitnehmerin freien Sonn- oder Feiertag, so ist ein Entgeltzuschlag von 200 % zu bezahlen, außer es handelt sich um einen Großunfall bzw um einen Katastropheneinsatz.
4.4.  Arbeitgeber bzw Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmer bzw Arbeitnehmerinnen können anstelle der Entgeltzahlung auch einen Zeitausgleich vereinbaren, sofern dies der Wunsch des Arbeitnehmers bzw der Arbeitnehmerin ist und soweit der Dienstplan dies zulässt. Dieser Zeitausgleich muss schriftlich beantragt und auch schriftlich genehmigt werden. Als Berechnung für den Zeitausgleich gilt die Wertrelation wie in 4.3. beschrieben.


5. Abweichende Pausenregelungen:
Abweichend von der Regelung dieses Kollektivvertrages werden die Pausen von je 30 Minuten pro Arbeitstag ausschließlich für das Einsatzpersonal im Rettungs- und Krankentransport bezahlt.


6. Sonstige Bestimmungen:
6.1.  Wöchentliche Ruhezeit
Gemäß §§ 3 (1) und 4 Arbeitsruhegesetz (ARG) hat der Arbeitnehmer bzw die Arbeitnehmerin in jeder Kalenderwoche Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden, in die der Sonntag zu fallen hat (Wochenendruhe). Anstelle dieser Wochenendruhe kann gemäß § 4 ARG auch eine Wochenruhe treten, wenn ein Arbeitnehmer bzw eine Arbeitnehmerin nach der für ihn bzw sie geltenden Arbeitszeiteinteilung während der Zeit der Wochenendruhe beschäftigt wird. Die Wochenruhe hat ebenfalls 36 Stunden ununterbrochen zu dauern und einen ganzen Wochentag einzuschließen.
Darüber hinaus hat der Arbeitnehmer bzw die Arbeitnehmerin in jedem Kalendermonat Anspruch auf zumindest zwei freie Wochenenden, in die die Zeit von Samstag 07:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr zu fallen hat. Werden Arbeitnehmer bzw Arbeitnehmerinnen an diesen freien Wochenenden zum Dienst herangezogen, gebührt ein Zuschlag von 50 % pro Stunde.
Arbeitnehmer bzw Arbeitnehmerinnen, welche den Dienst am Freitag oder Sonntag beginnen, gebührt der Zuschlag für die in der Zeit von Samstag 07:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr geleisteten Arbeitsstunden.
6.2.  Normalarbeitszeit von Notärzten bzw Notärztinnen bei besonderen Erholungsmöglichkeiten
Die Betriebsvereinbarungen werden gemäß § 5a (1) AZG ermächtigt, unter den dort angeführten Bedingungen (besondere Erholungsmöglichkeiten, arbeitsmedizinisches Gutachten) für Notärzte bzw Notärztinnen dreimal pro Woche eine Ausdehnung der täglichen Normalarbeitszeit auf bis zu 24 Stunden zuzulassen.
Innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von 13 Wochen darf dabei die Normalarbeitszeit im Durchschnitt 60 Stunden, in einzelnen Wochen eines Durchrechnungszeitraumes 72 Stunden nicht überschreiten.
6.3.  Bereitschaft und Erreichbarkeit
6.3.1.
Arbeitsbereitschaft
Bereitschaft liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer bzw eine Arbeitnehmerin nach Beendigung seiner bzw ihrer normalen, für den betreffenden Tag vorgesehenen Arbeitszeit, auf Anordnung der Dienststelle oder, wenn es die Situation erfordert, ohne ausdrückliche Anordnung, sich an seiner bzw ihrer Arbeitsstätte zur Arbeit bereithalten muss.
Für jede Stunde Bereitschaft wird eine Vergütung von 1/173 eines Monatsentgeltes gewährt.
Wird bei Bereitschaft vom Arbeitnehmer bzw von der Arbeitnehmerin eine tatsächliche Arbeitsleistung erbracht, so richtet sich die Vergütung nach Punkt 4.3.
6.3.2.
Rufbereitschaft
Rufbereitschaft liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer bzw eine Arbeitnehmerin nach Beendigung seiner bzw ihrer normalen, für den betreffenden Tag vorgesehenen Arbeitszeit, auf Anordnung der Dienststelle oder, wenn es die Situation erfordert in seiner bzw ihrer Wohnung oder wo immer er bzw sie sich gerade befindet, jederzeit erreichbar sein muss. Die Arbeits- und Rufbereitschaft darf nicht in die 36-stündige Ruhezeit fallen.
Für die Erreichbarkeit wird eine Vergütung von 50 % der Arbeitsbereitschaft (7.3.1.) gewährt.
Wird bei Rufbereitschaft vom Arbeitnehmer bzw von der Arbeitnehmerin eine tatsächliche Arbeitsleistung erbracht, so richtet sich die Vergütung nach Punkt 4.3.
6.4.  Urlaub für begünstigte Behinderte gemäß § 2 BEinstG
Begünstigte Behinderte im Sinne des § 2 Behinderteneinstellungsgesetz haben abweichend von § 10 Abs 2 dieses Kollektivvertrages in jedem Urlaubsjahr Anspruch auf einen Sonderurlaub in folgendem Ausmaß:
Behinderung ab 40 % 32 Dienststunden
Behinderung ab 50 % 40 Dienststunden


7. Reisekosten:
7.1.  Taggeld – Nächtigungsgeld:
Das Taggeld wird nach den gesetzlichen Bestimmungen ausbezahlt:
Das Taggeld für Inlandsdienstreisen beträgt € 26,40 pro Tag. Dauert eine Dienstreise länger als drei Stunden, kann für jede angefangene Stunde ein Zwölftel gerechnet werden. Das volle Taggeld steht für 24 Stunden zu.
Wenn bei einer Inlandsdienstreise keine höheren Kosten für Nächtigungen nachgewiesen werden, kann als Nächtigungsgeld einschließlich der Kosten des Frühstücks ein Betrag bis zu € 15,00 berücksichtigt werden. Wird die Nächtigung vom Arbeitgeber bzw von der Arbeitgeberin bezahlt, können die € 15,00 nicht in Anspruch genommen werden.
7.2.  Verpflegung/Mahlzeiten:
Die Taggelder sind, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, pro bezahltem Mittagessen bzw Abendessen um je € 13,20 zu kürzen (zu vermindern).
7.3.  Fahrtkosten:
Für Fahrten mit dem privaten PKW wird das amtliche Kilometergeld von derzeit € 0,42 vergütet.

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