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KV-Infoplattform

Fußball-Bundesliga Österreich / Zusatz

Anlage 1

Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz


Leitfaden zur Entgeltfortzahlung gemäß § 13 des Kollektivvertrages für FußballspielerInnen der Österreichischen Fußball-Bundesliga
Stand 13. Oktober 2015

Gemäß § 13 Abs. 2 des Kollektivvertrages umfasst die Pflicht zur Entgeltfortzahlung nur das Fixum sowie die laufenden Prämien aus dem Meisterschaftsspielbetrieb (unter Ausschluss aller sonstigen Bezüge). Hierbei gilt, dass ein Spieler durch seine Dienstverhinderung für die Dauer dieser nicht besser oder schlechter gestellt sein soll, als wenn er seiner Arbeitsverpflichtung nachgehen könnte.
Das für die Zeit des Dienstausfalles gemäß § 13 Abs. 2 a) und b) fortzuzahlende Entgelt ergibt sich einerseits aus dem Fixum, welches zur Gänze auszubezahlen ist, und andererseits aus den Prämien aus dem Meisterschaftsspielbetrieb (unter Ausschluss aller sonstigen Bezüge), die wie nachstehend zu berechnen sind:
Der Spieler erhält während seiner Dienstverhinderung für jeden von seinem Klub in den Pflichtspielen der jeweiligen Bundesligameisterschaft erspielten Punkt jene Summe, die sich aus dem Durchschnitt sämtlicher laufender Prämien aus dem Meisterschaftsspielbetrieb (unter Ausschluss aller sonstigen Bezüge) in den letzten 26 Wochen des Spielers zu den erspielten Punkten in den letzten 26 Wochen des Spielers ergibt. Für die Berechnung sind hierbei gemäß dem jeweiligen Spielervertrag auch die Prämienregelungen für die jeweilige Einsatzzeit des Spielers bei den Spielen vor der Dienstverhinderung zu berücksichtigen. Es werden ausschließlich Pflichtspiele der jeweiligen Bundesligameisterschaft gewertet, die auch tatsächlich stattgefunden haben.
Im Falle der Neuverpflichtung eines Spielers umfasst die Pflicht zur Entgeltfortzahlung nur das Fixum sowie die laufenden Prämien aus dem Meisterschaftsspielbetrieb (unter Ausschluss aller sonstigen Bezüge), welche nach dem Durchschnitt jenes Zeitraums zu ermitteln sind, den der Spieler beim neuen Klub voll gearbeitet hat. Als Neuverpflichtung gilt daher jeder Spieler bis zu dem Zeitpunkt, an dem er 26 Wochen beim neuen Klub voll gearbeitet hat.
Berechnungsbeispiel:
Spieler A erhält It. Spielervertrag € 1.000,– pro Punkt.
Auf Grund einer Muskelverletzung fällt Spieler A für drei Wochen aus. In diesem Zeitraum finden 4 Spiele statt, in welchen insgesamt 6 Punkte erspielt werden. In den 26 Wochen vor seiner Muskelverletzung hat der Spieler A eine Gesamtprämie in Höhe von € 8.000,- erhalten. In diesem Zeitraum wurden von der Mannschaft 10 Punkte erspielt.
8000/10 = 800,-
Die persönliche Durchschnittsunkteprämie für erspielte Punkte während der EFZ (bis zu 6 bzw. 8 Wochen) beträgt demnach € 800,-.
6x800 = 4.800,-
Spieler A erhält für die Dauer seines Dienstausfalles neben seinem Fixum € 4.800,– an laufenden Prämien aus dem Meisterschaftsspielbetrieb (unter Ausschluss aller sonstigen Bezüge).



Wien, am 13.10.2015

Österreichische Fußball-Bundesliga
Mag. Christian Ebenbauer Mag. Reinhard Herovits
Vorstand Vorstand
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten
Kunst, Medien, Sport, freie Berufe
Ing. Christian Meidlinger Angela Lueger
Vorsitzender Vorsitzender-Stellvertreterin
Sektion Unterricht, Sport und freiberufliche Tätigkeit
Fachgruppe Vereinigung der Fußballer
Gernot Zirngast Dr. Rudolf Novotny
Vorsitzender Geschäftsführer

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