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Elektrizitätsversorgungsunternehmungen / Vorabinfo

Protokoll zum Gehaltsabschluss zwischen der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) und Österreichs E-Wirtschaft vom 17. Jänner 2019

Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier


I. Mindestgehälter
Die Mindestgehälter für die Beschäftigungsgruppen 1 bis 15 werden um 3,4 % gemäß der Beilage 1.1 erhöht.
Die Mindestgehälter der Angestellten, die vor dem 01.02.2019 eingetreten sind, werden um 3,4 % gemäß der Beilage 1.2 erhöht.


II. Isterhöhung
Die lstgehälter werden um 3,4 % erhöht


III. Lehrlingsentschädigungen
Die Lehrlingsentschädigungen werden gemäß der Beilage 2 erhöht.


IV. Zulagen und Aufwandsentschädigungen
1.  Die Aufwandsentschädigungen werden um 2,0 % gemäß Beilage 3 erhöht.
2.  Die Zulagen werden um 3,4 % gemäß Beilage 3 erhöht.
3.  Die Kinderzulage beträgt 57,01 Euro.


V. Rahmenrecht
Menschen mit Behinderung
Die Kollektivvertragspartner vereinbaren, dass sie bis Ende 2019 eine sozialpartnerschaftlich besetzte Enquete über betriebliche Maßnahmen für Menschen mit Behinderung abhalten. Basierend auf den Ergebnissen der Enquete soll in weiterer Folge in einer Arbeitsgruppe ein Vorschlagskatalog für geeignete Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung für Arbeitnehmer mit Behinderung erarbeitet und anlässlich der Kollektivvertragsverhandlung 2020 behandelt werden.
Anrechnung für Urlaubsanspruch
In § 8 wird ein Abs 5a wie folgt einfügt:
“(5a) Für die Bemessung der Urlaubsdauer werden überlassenen Arbeitnehmern bei der Übernahme in ein Konzerndienstverhältnis und Arbeitnehmern von Konzerngesellschaften sämtliche im Konzern verbrachten Vordienstzeiten angerechnet."
Überstundenzuschläge
§ 5 Abs 3 lautet ab 01.04.2019:
,,(3) Für Überstunden, die nicht in die Zeit von 19 bis 6 Uhr fallen bzw. nicht Sonn- oder Feiertagsüberstunden sind, gebührt ein Zuschlag von 50 %.
Für die 11. und 12. Stunde an einem Tag gebührt, ausgenommen Arbeitsstunden im Rahmen gleitender Arbeitszeit, ein Zuschlag von 100 %. Dies gilt auch bei gleitender Arbeitszeit, sofern Überstunden angeordnet werden. Fallen die Überstunden in die Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr, gebührt ein Zuschlag von 100 %. Werden in einer Arbeitswoche mehr als 50 Stunden geleistet, so gebührt, ausgenommen Arbeitsstunden im Rahmen gleitender Arbeitszeit, ab der 51. Arbeitsstunde. sofern es sich um eine Überstunde handelt, ein Zuschlag in Höhe von 100 Prozent. Dies gilt auch bei gleitender Arbeitszeit, sofern Überstunden angeordnet werden.

Bei Schichtarbeit gilt jene Zeit als Überstunde, die über die im Rahmen der jeweiligen Schichteinteilung täglich festgesetzte Arbeitszeit hinausgeht. Nach der ersten Schicht ist ab der dritten Überstunde, sofern diese nach der zehnten Arbeitsstunde des Kalendertages anfällt, ungeachtet des Anfallszeitpunktes ein Zuschlag von 100 % zu bezahlen.
Bei mehrschichtiger Arbeit wird nach der zweiten Schicht für die dritte und die folgenden Über­stunden ein Zuschlag von 100 % bezahlt, auch wenn diese Überstunden nicht in die Zeit nach 19 Uhr fallen. Für Überstunden, die im Anschluss an die dritte Schicht (Nachtschicht) geleistet werden, gebührt jedenfalls ein Zuschlag von 100 %.
Für Überstunden, die nach Beendigung der Nachtschicht nach 6 Uhr geleistet werden, gebührt ein Zuschlag von 100 %.

Zur Feststellung, ab welcher Stunde ein Zuschlag von 100 % gebührt, ist die an diesem Tag allenfalls geleistete Mehrarbeit gemäߧ 4b in die Zahl der Überstunden miteinzubeziehen."
Pausen
Es wird ein neuer§ 5 Abs 3b eingefügt wie folgt: :
,,§ 5 Abs 3b Pausen

Werden Überstunden geleistet, so ist nach Ende der achten und vor Beginn der elften Arbeitsstunde eine bezahlte Pause von mindestens zehn Minuten zu gewähren, die in die Arbeitszeit einzurechnen ist. Innerbetrieblich bereits bestehende gleichwertige oder günstigere Regelungen - aus welchem Titel auch immer - sind auf diese Pause anzurechnen. Kein Anspruch auf diese Pause besteht, wenn die nach der zehnten Stunde zu erbringende Arbeitsleistung voraussichtlich nicht länger als 60 Minuten dauert."
Verbrauch von Zeitguthaben
In § 5 wird ein neuer Abs 3a eingefügt:
„Wurde die Abgeltung für Überstunden durch Zeitausgleich vereinbart, so legt der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin den Verbrauch der Zeitguthaben fest, doch hat er bzw. sie sich um das Einvernehmen mit dem Arbeitgeber zu bemühen. Kommt das Einvernehmen nicht zustande, kann er bzw. sie mit einer Vorankündigungszeit von vier Wochen den Verbrauchszeitpunkt für jeweils bis zu fünf Arbeitstage bzw. fünf Schichten einseitig festlegen. Dem Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin ist der jeweilige Zeitsaldo monatlich schriftlich bekannt zu geben und jederzeit Einsicht in die Aufzeichnungen zu gewähren. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nicht verbrauchte Zeitguthaben ausbezahlt."
Freiwilligkeit von Überstunden
Die Kollektivvertragsparteien gehen davon aus, dass die Rechte der Arbeitnehmer gemäß § 7 Abs 6 AZG in den Mitgliedsunternehmen von Österreichs E-Wirtschaft vollinhaltlich gewahrt sind. Sollten dennoch in der Praxis Fälle auftreten und den Kollektivvertragsparteien zur Kenntnis gelangen, die Zweifel an diesem Freiwilligkeitsprinzip aufkommen lassen, so werden die Kollektivvertragsparteien Gespräche über eine branchenweite Regelung für die Gewährleistung des Freiwilligkeitsprinzips bei Überstunden aufnehmen.
Sabbatical
Zum Aufbau längerer zusammenhängender Freizeit (Sabbatical) kann durch freiwillige Betriebsvereinbarung ein Durchrechnungszeitraum bis zu höchstens 3 Jahren mit unmittelbar anschließender Sabbaticalkonsumation vereinbart werden. Derartige Betriebsvereinbarungen bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Kenntnisnahme der Kollektivvertragspartner und sollen insbesondere nachfolgende Punkte regeln:
  • Ansparen durch Entgeltverzicht und/ oder Ansparen durch Zeit
  • Geltungsbereich und Geltungsdauer
  • Teilnehmerkreis und Teilnehmerauswahl
  • Durchrechnungszeitraum und Konsumation der angesparten Zeit
  • Ausmaß und Bewertung der angesparten Stunden
  • Ansprüche nach der Dauer der Dienstzeit und auf 13. und 14. Gehalt
  • Wiedereingliederungsmaßnahmen nach dem Sabbatical
  • Rücktrittsmöglichkeiten seitens Arbeitgeber und Arbeitnehmerin
  • Ausmaß der Vergütung der angesparten Stunden bei Rücktritt vom Sabbatical oder bei Auflösung des Dienstverhältnisses
  • Kündigungsschutz nach dem Sabbatical
  • Individuelle Vereinbarung mit dem/der Arbeitnehmer/in
  • Sabbatical bei Überstundenpauschalbezieher
Arbeiten bei extremen Verhältnissen
Die Kollektivvertragspartner empfehlen, jenen Arbeitnehmern der Mitgliedsunternehmen von Österreichs E-Wirtschaft, die aufgrund der Wetterereignisse im Jänner 2019 zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit bei extremen Verhältnissen im Einsatz waren, eine Anerkennung in Geld oder Zeit zukommen zu lassen.
Erhöhung des Frauenanteils in den Unternehmen
Die Kollektivvertragspartner vereinbaren, dass die im Kollektivvertrag bei vom 18. Jänner 2018 vereinbarte Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Beratung der Erhöhung des Frauenanteils in den Unternehmen ihre Tätigkeit ehestens aufnimmt und bis 31.01.2020 abschließt.
Praktikanten
Die in § 20 a festgelegten Vergütungssätze können um bis zu 5 % unterschritten werden.
Abfertigungen
Mit Wirkung vom 01.02.2019 wird klarstellend festgehalten, dass§ 10 für Arbeitnehmer in den Mitgliedsunternehmen von Österreichs E-Wirtschaft, die dem BMSVG unterliegen, nicht zur Anwendung kommt.
Schicht,- Nacht- und Schwerarbeit und Arbeiten bei extremen Verhältnissen

Die Kollektivvertragspartner vereinbaren, die Themen Schicht-, Nacht- und Schwerarbeit und Arbeiten bei extremen Verhältnissen in einer Arbeitsgruppe zu behandeln.


VI. Zur Gehaltserhöhung
Die Gehaltserhöhung gemäß Pkt. II (Erhöhung der Ist-Gehälter) wirkt auch auf innerbetriebliche Entlohnungsschemata, die darüber hinausgehende Erhöhungen vorsehen. Die einzelnen Gehalt- /Lohnansätze solcher Schemata sind entsprechend anzuheben. Die kollektivvertraglich zustehenden Mindestgehälter dürfen nicht unterschritten werden. Die so errechneten Werte sind in den Folgejahren Ausgangspunkt der Erhöhung unter sinngemäßer Anwendung des im Schema vorgesehenen Valorisierungssystems.


VII. Geltungsbeginn:
1. Februar 2019


KV Angestellte der EVU ab 1.2.2019 – Vorschlag für Erhöhung der Mindestgrundgehälter (in Euro)
Gehaltsordnung für Angestellte nach KV-NEU
Beilage 1/1
Verwendungs­gruppenjahre I II III IV IVa****
1. u 2.Verw.Gr 1.987,57 2.126,03 2.564,07 3.348,57 3.789,40
n.  2 Verw.Gr. 2.113,54 2.263,11 2.733,55 3.570,87 4.040,76
n.  4 Verw.Gr. 2.239,51 2.400,19 2.903,03 3.793,17 4.292,12
n.  6 Verw.Gr. 2.365,48 2.537,27 3.072,51 4.015,47 4.543,48
n.  8 Verw.Gr. 2.491,45 2.674,35 3.241,99 4.237,77 4.794,84
n. 10 Verw.Gr. 2.617,42 2.811,43 3.411,47 4.460,07 5.046,20
n. 12 Verw.Gr. 2.743,39 2.948,51 3.580,95 4.682,37 5.297,56
n. 14 Verw.Gr. 2.869,36 3.085,59 3.750,43 4.904,67 5.548,92
n. 16 Verw.Gr. 2.995,33 3.222,67 3.919,91 5.126,97 5.800,28
n. 18 Verw.Gr. 3.121,30** 3.359,75** 4.089,39** 5.349,27** 6.051,64***
n. 20 Verw.Gr. 3.184,29* 3.428,29* 4.174,13* 5.460,42*
Biennal-sprung 125,97 137,08 169,48 222,30 251,36
halber Bienna 62,99* 68,54* 84,74* 111,15*
Verwendungs­gruppenjahre V Va**** VI M I M II o. F.
1. u 2.Verw.Gr 4.671,06 5.336,17 6.694,88 2.563,32 2.961,08
n.  2 Verw.Gr. 4.982,20 5.732,82 7.260,30 2.736,50 3.166,12
n.  4 Verw.Gr. 5.293,34 6.129,47 7.825,72 2.909,68 3.371,16
n.  6 Verw.Gr. 5.604,48 6.526,12 8.391,14 3.082,86 3.576,20
n.  8 Verw.Gr. 5.915,62 6.922,77 8.956,56 3.256,04 3.781,24
n. 10 Verw.Gr. 6.226,76 7.319,42 9.521,98** 3.429,22 3.986,28
n. 12 Verw.Gr. 6.537,90 7.716,07 3.602,40 4.191,32
n. 14 Verw.Gr. 6.849,04 8.112,72 3.775,58 4.396,36
n. 16 Verw.Gr. 7.160,18 8.509,37 3.948,76 4.601,40
n. 18 Verw.Gr. 7.471,32** 8.906,02*** 4.121,94** 4.806,44**
n. 20 Verw.Gr. 7.626,89* 4.208,53* 4.908,96*
Biennal-sprung 311,14 396,65 565,42 173,18 205,04
halber Bienna 155,57* 86,59* 102,52*
Verwendungs­gruppenjahre M II m. F. M III
1. u 2.Verw.Gr 3.266,05 3.862,71
n.  2 Verw.Gr. 3.482,53 4.120,43
n.  4 Verw.Gr. 3.699,01 4.378,15
n.  6 Verw.Gr. 3.915,49 4.635,87
n.  8 Verw.Gr. 4.131,97 4.893,59
n. 10 Verw.Gr. 4.348,45 5.151,31
n. 12 Verw.Gr. 4.564,93 5.409,03
n. 14 Verw.Gr. 4.781,41 5.666,75
n. 16 Verw.Gr. 4.997,89 5.924,47
n. 18 Verw.Gr. 5.214,37** 6.182,19**
n. 20 Verw.Gr. 5.322,61* 6.311,05*
Biennal-sprung 216,48 257,72
halber Bienna 108,24* 128,86*
*) Dieses Mindestgrundgehalt und dieser (halbierte) Biennalsprung gelten nur für Angestellte, die vor dem 1.11.1989 in die Position nach 14 Verwendungsgruppenjahren oder höher eingestuft waren und in dieser Verwendungsgruppe verbleiben.**) Dieses Mindestgrundgehalt und dieser Biennalsprung gelten für Angestellte, die vor dem 1.1.1998 in dieser Verwendungsgruppe eingestuft sind und in dieser Verwendungsgruppe verbleiben. ***) Dieses Mindestgrundgehalt und dieser Biennalsprung gelten nur für Angestellte, die vor dem 1.7.1998 in dieser Verwendungsgruppe eingestuft sind und in dieser Verwendungsgruppe verbleiben.****) Die Verwendungsgruppen IVa und Va gelten erst ab 1.1.1998.
Tatsächlich garantierte Mindestgehälter gem. § 16 Abs. 4b – für Angestellte, deren Dienstverhältnis am oder nach dem 1.1.1998 begonnen hat:
Verwendungs­gruppenjahre I II III IV IVa
1. u 2.Verw.Gr 2.087,00 2.227,50 2.673,50 3.474,50 3.913,00
n.  2 Verw.Gr.J 2.219,50 2.371,00 2.850,00 3.705,00 4.172,50
n.  4 Verw.Gr.J 2.351,50 2.514,50 3.026,50 3.935,50 4.432,00
n.  6 Verw.Gr.J 2.484,00 2.658,00 3.203,50 4.166,50 4.691,50
n.  8 Verw.Gr.J 2.616,50 2.801,50 3.380,00 4.397,00 4.951,00
n.10 Verw.Gr. 2.748,50 2.945,00 3.556,50 4.627,50 5.210,50
Verwendungs­gruppenjahre V Va VI M I M II o. F.
1. u 2.Verw.Gr 4.800,00 5.456,50 6.695,00 2.685,50 3.094,50
n.  2 Verw.Gr.J 5.119,50 5.862,00 7.260,50 2.866,50 3.309,00
n.  4 Verw.Gr.J 5.439,00 6.267,50 7.826,00 3.048,00 3.523,00
n.  6 Verw.Gr.J 5.759,00 6.673,00 8.391,50 3.229,50 3.737,50
n.  8 Verw.Gr.J 6.078,50 7.079,00 8.957,00 3.411,00 3.951,50
n.10 Verw.Gr. 6.398,00 7.484,50 3.592,50 4.166,00
Verwendungs­gruppenjahre M II m. F. M III
1. u 2.Verw.Gr 3.389,00 3.998,00
n.  2 Verw.Gr.J 3.613,50 4.265,00
n.  4 Verw.Gr.J 3.838,00 4.531,50
n.  6 Verw.Gr.J 4.062,50 4.798,50
n.  8 Verw.Gr.J 4.287,00 5.065,00
n.10 Verw.Gr. 4.512,00 5.332,00
Werte gültig ab 1. Februar 2019
Reiseaufwandsentschädigungssätze:
Taggeld 56,91
Übernachtungsgeld 30,27
Zusammen 87,18

Trennungsgeld:
mindestens 22,24
höchstens 43,67

Betriebsfahrten:
Taggeld 42,56
auswärtige Nächtigung 19,97

Schichtzulage:
2. Schicht 0,508
3. Schicht 2,555

Lehrlingsvergütung:
1. Lehrjahr 719,36
2. Lehrjahr 920,45
3. Lehrjahr 1.204,23
4. Lehrjahr 1.590,14

Lehrlingsvergütung mit Matura:
1. Lehrjahr 928,92
2. Lehrjahr 1.203,55
3. Lehrjahr 1.487,13
4. Lehrjahr 1.679,99

Kinderzulage 57,01
Trinkgeldvergütung 2,509
Schlafwagenbenützung 8,551

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