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KV-Infoplattform

Chemische Industrie / Fa. Mediscan GmbH / Zusatz

Kollektivvertrag

Kollektivvertrag über die Zulassung von Sonntagsarbeit gemäß § 12a Arbeitsruhegesetz
vom 16.11.2012


Kollektivvertrag
abgeschlossen zwischen dem Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs, 1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63, einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft PRO-GE, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1, andererseits:
1.  Aufgrund des § 12a ARG wird in der Gammabestrahlungsanlage (die Bestrahlungsanlage basiert auf dem radioaktiven Zerfall von Kobalt 60, welches in entsprechenden Quellen innerhalb eines Bestrahlungsbunkers aufbewahrt wird, wobei das zu sterilisierende Gut je nach vorhandener Aktivität zwischen 20 und 24 Stunden auf einem mäanderförmigen Weg in fünf verschiedenen Ebenen um die Quellen transportiert wird. Der Prozess läuft kontinuierlich ab. D.h. es muss stetig nicht steriles Material aufgegeben und sterilisiertes Material entnommen werden. Es ist für die gleichmäßige Behandlung des Gutes unbedingt notwendig, dass die Behandlungskammer immer voll beladen ist) ab 01.01.2013 bis 31.12.2013 Sonntagsarbeit zugelassen, sofern eine Betriebsvereinbarung dies vorsieht, die zumindest die Verteilung der Arbeitszeit, eine Zulage für Wochenendarbeit oder erhöhte Schichtzulagen und die Beschäftigung von Leiharbeitern regelt.
Dabei muss die Samstags- und Sonntagsarbeit grundsätzlich gleichmäßig auf alle ArbeitnehmerInnen aufgeteilt werden (insbesondere sind “stehende Wochenendschichten” unzulässig).
Diese Betriebsvereinbarung bedarf zu ihrer Rechtswirksamkeit der Zustimmung der Kollektivvertragspartner.
2.  Allen ArbeitnehmerInnen, die auf Grundlage dieses Anhanges Sonntagsarbeit leisten, gebührt für jede Arbeitsstunde an einem Samstag ein Zeitzuschlag von mindestens 50 %, an einem Sonntag ein Geldzuschlag von mindestens 100 %.
3.  Die Aufnahme bzw. weitere Einbringung von Sonntagsarbeit ist freiwillig. ArbeitnehmerInnen können jederzeit mit 14–tägiger Vorankündigung die weitere Erbringung von Sonntags- und/oder Feiertagsarbeit ablehnen.
Der zeitliche Geltungsbereich des Kollektivvertrages vom 8. August 2011 betreffend die Firma Mediscan GmbH & Co KG, 4550 Kremsmünster, Bad-Haller-Straße 34, für die Zweigstelle der Firma Mediscan GmbH in 2444 Seibersdorf an der Leitha, wird bis zum 31. Dezember 2013 verlängert.


Unterzeichnungsprotokoll
FACHVERBAND DER CHEMISCHEN INDUSTRIE ÖSTERREICHS
Der Obmann: Die Geschäftsführerin:
Dr. Peter Untersperger Mag. Sylvia Hofinger
PRO-GE PRODUKTIONSGEWERKSCHAFT
Der Bundesvorsitzende: Der Bundessekretär:
Rainer Wimmer Manfred Anderle
Der stv. Bundesvorsitzende:
Alfred Artmäuer
Betriebsvereinbarung
Gemäß ArbVG § 97 Abs. 1 Z 2; Über die Weiterführung des vollkontinuierlichen Schichtbetriebes der Mediscan GmbH & Co KG auf Grund des Kollektivvertrages der chemischen Industrie, Abschnitt: Anhang-Mediscan-Seibersdorf;


1. Vertragspartner:
Geschäftsführung der Mediscan GmbH & Co KG und der Betriebsrat der Mediscan GmbH am Standort Seibersdorf.


2. Geltungsbereich:
Mediscan GmbH & Co KG Standort Seibersdorf, Schichtpersonal für die vollkontinuierliche Schicht, inklusive 1 Springer, nach Schichtplan.


3. Geltungsbeginn und Geltungsdauer:
Die BV tritt am 01.01.2013 in Kraft und endet am 31.12.2013.


4. Verteilung der Arbeitszeit:
4.1
Die tägliche Arbeitszeit und die wöchentliche Arbeitszeit ist im KV der chemischen Industrie, Abschnitt II, Punkt 4, geregelt.
4.2
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit kann bis zu 40 Stunden ausgedehnt werden. (KV chemische Industrie Abschnitt II/b/14)
4.3
Der Schichtturnus beträgt 5 Wochen.
4.4
Es handelt sich um eine vollkontinuierliche Schicht, nach Ausnahmengenehmigung durch den Kollektivvertrag der chemischen Industrie.
4.5
Die Schichteinteilung einschließlich der Freischichten ist im Schichtplan ersichtlich. (Anhang A)


5. Schichtplan: (siehe Anhang A)
Der Schichtplan ist Teil der Vereinbarung.


6. Durchrechnungszeitraum:
Der Durchrechnungszeitraum wird gemäß KV der chemischen Industrie, Abschnitt II, Punkt 14, auf maximal 15 Wochen festgelegt.


7. Urlaub:
Für die MitarbeiterInnen der vollkontinuierlichen Schicht wird der Urlaubsanspruch gemäß KV: V/66/b mit 26 bzw. 32 Arbeitstagen festgelegt.


8. Zeitausgleich und Freischichten:
Um Schwankungen in der Betriebsauslastung vorzubeugen und gleichzeitig die Einsatzkraft der ArbeitnehmerInnen nicht zu schwächen, wird für über die jeweiligen Vereinbarungen nach Schichtplan hinausgehende Mehrleistungen, je nach Anfallszeitpunkt adäquat der Überstundenabrechnung (1:1, 1:1,5 oder 1:2), Zeitausgleich gewährt (Freischichten). Auf Wunsch des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin können Überstunden auch teilweise ausbezahlt (wenn es sich um mehr als 2 Arbeitstage handelt) und teilweise als Zeitausgleich genommen werden. (Bekanntgabe in der Monatsabrechnung).


9. Ruhepausen:
In den Schichtdiensten haben die ArbeitnehmerInnen während angemessener Pausen Gelegenheit, Essen und Getränke zu sich zu nehmen. Der Arbeitgeber stellt Sozialräume und technische Einrichtung zum Wärmen der Speisen und Getränke zur Verfügung.


10. Vergütung:
10.1
Schicht- und Nachtarbeitszulage regelt KV Abschnitt IV Ziffer 32-34.
10.2
Entlohnung der Sonn-, Feiertags- und Überstundenarbeit Grundvergütung regelt KV Abschnitt IV Ziffer 52-63.
10.3
Für die Samstagsarbeit wird ein Zeitzuschlag von 50 % gewährt.
10.4
Die Zulagen für Samstag, Sonn- und Feiertag gelten jeweils von 0.00 – 24.00 Uhr.


11. Springerdienst:
Bei Ausfall eines diensthabenden Mitarbeiters durch Krankheit, Urlaub etc. kommt ein Springer zum Einsatz.


12. Kilometergeldpauschale:
Für die im Rahmen des Schichtbetriebs erforderliche An- und Abreise wird für die Fahrt zwischen Wohnort und Arbeitsstätte eine Kilometergeldpauschale in der Höhe des konzerninternen Abstufungssystems gewährt. Als Grundlage der Pauschale gelten der Schichtplan und der tatsächliche Wohnort. In der Pauschale sind zusätzliche Fahrten inkludiert (Ersatz für Urlaub und Krankenstand).


13. Betriebspensionskasse:
Für alle derzeit beschäftigten MitarbeiterInnen wird ab 1.1.2005 eine Betriebspension in der Höhe von € 200,00 pro Jahr bezahlt.
Für ab Inkrafttreten der Betriebsvereinbarung neu eintretende MitarbeiterInnen bzw. MitarbeiterInnen, die befristet eingestellt wurden, gilt die Regelung des Greiner Konzerns, wonach eine Betriebspension ab einer Betriebszugehörigkeit von mindestens 2 vollen Jahren zum 31.12. bezahlt wird.


14. Er-, Ablebensversicherung:
Für alle derzeit beschäftigten MitarbeiterInnen (Frauen nicht älter als 50, Männer nicht älter als 55 Jahre zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses) wird ab 1.1.2005 eine Er- und Ablebensversicherung in der Höhe von € 200,00 pro Jahr bezahlt. Für MitarbeiterInnen, die auf Grund der Altersregelung nicht versichert werden können, wird der Betrag in anderer Form (z.B. erhöhte Einzahlung in die Betriebspension) bezahlt. Für ab Inkrafttreten der Betriebsvereinbarung neu eintretende MitarbeiterInnen bzw. MitarbeiterInnen die befristet eingestellt wurden, gilt die Regelung des Greiner Konzerns, wonach eine Er,- Ablebensversicherung ab einer Betriebzugehörigkeit von mindestens 5 vollen Jahren zum 8.1. bezahlt wird.


15. Allgemeine Bestimmungen:
Redaktionelle Anmerkungen Nummerierung laut Ausdruck
14.1
Jede Änderung der Betriebsvereinbarung und des Schichtplans kann, bei einem Durchrechnungszeitraum von bis zu 26 Wochen, im Einvernehmen mit dem Betriebsrat erfolgen; über 26 Wochen ist zusätzlich die Zustimmung der KV-Vertragspartner erforderlich.
14.2
Die Beilage A ist zu ihrer Gültigkeit von beiden Vertragspartnern zu unterzeichnen.


Unterzeichnungsprotokoll
Seibersdorf, 07.11.2012 Seibersdorf, 07.11.2012
Für die Geschäftsleitung
DI Dr. Markus Niederreiter
Für den Betriebsrat
BRV Martina Trichtl
Beilage: Anhang A (Schichtplan)


Schichtplan
Anhang A; BV 10/2012
Name / Kennbuchstabe Wochenstunden Ver­teil­zeit Durch­schnitt
Tefci A 47 44 50 20 28 0,20 38
Zwerger B 28 39,5 19 26 29 -0,30 28
Ramet­steiner C 42 20 28 47 52 0,20 38
Jagen­brein D 19 26 37 28 31,5 -0,30 28
Czeczil E 26 29 28 39,5 19 -0,30 28

Schichtzeiten Montag bis Sonntag: Gesamtstunden
Früh 06:00 - 14:00 8
Nachmittag 13:00 - 21:00 8 für A; C
Nachmittag 14:00 - 21:00 7 für B;D;E
Nacht 21:00 - 03:00 6


Wochenplan
Woche 1 Mo Di Mi Do Fr Sa So Freies
Wochen­ende
Früh A A C C B B B
8 8 8 8 8 12 8
Nach­mit­tag E E A A C C D E
7 7 8 8 8 12 7
Nacht D D E E A A C
6 6 6 6 7,5 7,5 6

Woche 2 Mo Di Mi Do Fr Sa So Freies
Wochen­ende
Früh B B A A A A A
8 8 8 8 8 12 8
Nach­mit­tag D D E E B B C D
7 7 7 7 7 10,5 8
Nacht C C D D E E B
6 6 6 6 7,5 7,5 6

Woche 3 Mo Di Mi Do Fr Sa So Freies
Wochen­ende
Früh A D A A E E E
8 8 8 8 8 12 8
Nach­mit­tag C C D D A A B C
8 8 7 7 8 12 7
Nacht B B C C D D A
6 6 6 6 7,5 7,5 6

Woche 4 Mo Di Mi Do Fr Sa So Freies
Wochen­ende
Früh C C E E D D D
8 8 8 8 8 12 8
Nachmittag B B C C E E A B
7 7 8 8 7 10,5 8
Nacht A A B B C C E
6 6 6 6 7,5 7,5 6

Woche 5 Mo Di Mi Do Fr Sa So Freies
Wochen­ende
Früh D C C C C C C
8 8 8 8 8 12 8
Nach­mit­tag A A B B D D E A
8 8 7 7 7 10,5 7
Nacht E E A A B B D
6 6 6 6 7,5 7,5 6

Pausenregelung: 30 Minuten Pause 4 Stunden nach Dienstbeginn.
Änderungen der Arbeitszeiten sind unter Einhaltung des Arbeitszeit- bzw. Ruhezeitgesetzes möglich.


Unterzeichnungsprotokoll
Geschäftsführer Betriebsrat:
DI Dr. Markus Niederreiter Martina Trichtl

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