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Finanzbereich: Betriebsversammlungen bringen ersten Verhandlungsfortschritt

Verhandlungen unterbrochen, Aktionen vorerst ausgesetzt, nächster Termin am 27. März

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten im österreichischen Finanzbereich wurden am 20. März in der dritten Runde unterbrochen. "Die Verhandlungen verliefen äußerst zäh und gestalten sich weiterhin sehr schwierig. Die Arbeitgebervertreter streben nach wie vor einen Abschluss unter der Inflationsrate an. Das kommt für uns nicht in Frage", erklärt Wolfgang Pischinger, GPA-djp Verhandlungsleiter und Zentralbetriebsrat der Oberbank. 

Das neue Arbeitgeberangebot liegt bei einer Erhöhung der Bruttogehälter um 2,4 % bis € 2.400,- sowie einer Erhöhung um 1,2 % für darüber liegende Beträge. Zusätzlich verlangt die Arbeitgeberseite einen Maximalbetrag  ("Deckelung")  pro Gehaltsstufe. Das stößt  bei den BetriebsrätInnen nach wie vor auf heftige Ablehnung. 

Deckelung ist Eingriff in die betriebsrätliche Autonomie

"Die "Deckelung" pro Gehaltsstufe ist ein Eingriff in die betriebsrätliche Autonomie und bewirkt eine zusätzliche Reduzierung der tatsächlichen Bruttogehälter und somit für alle einen Abschluss unter der Inflationsrate. Das ist für uns nicht vorstellbar", hält Wolfgang Heinzl, Zentralbetriebsratsvorsitzender der Bank Austria fest: „Die professionelle und qualifizierte Beratung durch die Bankangestellten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für jede Bank. Dafür verdienen sie eine faire Gehaltserhöhung!“

"Wir fordern eine Gehaltserhöhung, die für alle Beschäftigten klar über der Inflationsrate von 2,4 Prozent liegt. Konkret heißt das ein Plus von  3,1 % bis € 3.000,-, und für übersteigende Beträge ein Plus von  2,25 % - ohne Deckelung", so Pischinger.

"Die Welle der Unterstützung der Beschäftigten bei den Betriebsversammlungen  hat uns bei den Verhandlungen den Rücken gestärkt. Sie hat unseren Argumenten den nötigen Nachdruck verliehen und die Arbeitgeber zum Nachbesseren und zum Abgehen von ihrem bisherigen Angebot bewegt. Wir haben daher beschlossen, die geplanten Aktionen bis zum nächsten Termin am 27. März auszusetzen. Sollte es jedoch auch bei dieser Verhandlungsrunde zu keinem akzeptablen Angebot kommen, starten die geplanten betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen Maßnahmen", so Pischinger abschließend.

Die Verhandlungen werden am 27. März fortgesetzt.

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