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Friseure Österreich / Kurzübersicht

KV-Kurzübersicht

Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Gewerkschaft vida


ArbeiterInnen/Angestellte
ArbeiterInnen


Geltungsbereich
Österreich


Geltungsbeginn
01.01.2016 (lohnrechtlicher Teil gültig ab 01.04.2016)


Ergebnisse der letzten Verhandlungen
  • An Samstagen ist die Beschäftigung von Jugendlichen (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres) bis maximal 13 Uhr erlaubt. Bis dahin müssen auch eventuelle Vor- und Abschlussarbeiten, wie notwendige Aufräumarbeiten, abgeschlossen sein.
  • Jugendliche können auch am Montag im Betrieb beschäftigt werden wenn ein anderer ganzer Tag freigegeben wird.
  • Für die Arbeit am 8. Dezember gibt es zum Grundlohn das gesetzliche Feiertagsentgelt und zusätzlich freie Stunden als Ersatz. Sollten diese Stunden Überstunden darstellen, gibt es einen 200-%igen Zuschlag.
  • Es ist festgelegt, dass die Arbeit an diesem Feiertag nur auf freiwilliger Basis zulässig ist und zwar nur in der Zeit von 10 bis 18 Uhr (inklusive Vor-und Abschlussarbeiten). Friseur-Lehrlinge sind von der Sonderregelung ausgenommen.
  • Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Werkzeuge und Geräte für die Ausübung der Tätigkeit bereitzustellen bzw. instandzuhalten.
  • Anrechnung von Pflege und Hospiz: Wenn behinderte Kinder bzw. Angehörige gepflegt werden müssen, wird die aufgewendete Zeit auf die Einreihung in die Lohnschemata bis zu 10 Monate angerechnet. Die 16 Monate der ersten Karenz werden auf die Beschäftigung angerechnet, 10 Monate auf das Lohnschema.
  • Aus- und Weiterbildung: Da es gerade im Friseur-Bereich viele Schulungen gibt, wurde festgelegt, für welche Kurse Schulungs- und Ausbildungskosten anfallen können und gegebenenfalls im Falle einer Kündigung vom Arbeitgeber zurückgefordert werden dürfen. (Es sei denn, dass es anders vor Ausbildungsbeginn vereinbart wurde).
  • Ab Jänner tritt eine neue, erhöhte Berechnungsbasis von Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration in Kraft.
  • Gleichstellung: Sämtliche Bestimmungen für Eheleute gelten auch für eingetragene Partner. Die Kündigungsfrist wurde für beide Seiten, also Arbeitnehmer und Arbeitgeber, auf 14 Tage festgelegt. Nach der Beendigung des Dienstverhältnisses können Ansprüche künftig bis zu 12 Monate danach geltend gemacht werden.


Mindestlohn/Mindestgehalt
Redaktionelle Anmerkungen Gültig ab 01.04.2016

  • während der gesetzlichen Behaltepflicht und für angelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: € 1.137,00
  • Qualifizierte Tätigkeiten nach Berufsjahren: von € 1.344,00 bis 1.612,00


Lehrlingsentschädigungen
Redaktionelle Anmerkungen Gültig ab 01.04.2016

im 1. Lehrjahr € 460,00
im 2. Lehrjahr € 560,00
im 3. Lehrjahr € 760,00
im 4. Lehrjahr € 825,00


Zulagen
AusbilderInnenzulage, HaararbeiterInnenzulage, SalonleiterInnenzulage


Arbeitszeit
Die wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt 40 Stunden.
Überstundenzuschläge: in der Regel 50 %, in der Nacht (zwischen 20 Uhr und 7 Uhr) und an Feiertagen 100 %.


Kündigungsfristen
Beidseitig 2 Wochen Kündigungsfrist (nach der Probezeit).


Achtung: Verfall von Ansprüchen
Beachten Sie, dass alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gegen den/die ArbeitgeberIn innerhalb von 12 Monaten nach Fälligkeit schriftlich geltend gemacht werden müssen, da Ihre Ansprüche sonst verfallen!


Andere sozialpolitische Errungenschaften
Gleichstellung: Sämtliche Bestimmungen für Eheleute gelten auch für eingetragene PartnerInnen. Die Kündigungsfrist wurde für beide Seiten, also ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen, auf 14 Tage festgelegt. Ansprüche können künftig bis 12 Monate nach Fälligkeit geltend gemacht werden.
Anrechnung von Pflege und Hospiz: Wenn behinderte Kinder bzw. Angehörige gepflegt werden müssen, wird die aufgewendete Zeit auf die Einreihung in die Lohnschemata bis zu 10 Monate angerechnet. Die 16 Monate der ersten Karenz werden auf die Beschäftigung angerechnet, 10 Monate auf das Lohnschema.
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