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Forderungsprogramm Arbeitnehmer - Metallindustrie & Bergbau

Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier / Gewerkschaft PRO-GE

Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp haben am 20. September das Forderungsproramm für die Kollektivvertragsverhandlungen Metallindustrie & Bergbau den Arbeitgebern überreicht. Die Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen von 5 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 100 Euro für die rund 192.000 Beschäftigten der Metallindustrie.

Das Forderungsprogramm 2018 im Detail:

  1.  Erhöhung der Mindestlöhne bzw. Mindestgehälter
  2. Erhöhung der IST-Löhne bzw. IST-Gehälter. Besondere Berücksichtigung der BezieherInnen niedriger Einkommen
  3. Aufrechterhaltung der Vertragsgemeinschaft aller fünf Fachverbände
  4. Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne und -gehälter. Abweichend davon sollen die Zulagen für Schicht- und Nachtarbeit wesentlich stärker erhöht werden
  5. Anhebung der Lehrlingsentschädigungen auf: 700/900/1.200 bzw. 1.600 Euro
  6. Rahmenrechtliche Verbesserungen, Herbeiführung eines Interessensausgleichs im Zusammenhang mit der Novelle zum AZG bzw. ARG
    • Für Arbeit nach der 9. Arbeitsstunde an einem Wochentag gebührt ein Zuschlag von mindestens 75 %
    • Für Arbeit nach der 10. Arbeitsstunde an einem Wochentag gebührt neben einem Zuschlag von mindestens 100 % eine auf die zulässige Arbeitszeit anzurechnende bezahlte Pause von 15 Minuten
    • Verkürzung der kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit insbesondere für jene ArbeitnehmerInnen, die besonders belastende Arbeit leisten
    • Gesicherte Antrittsrechte für den Verbrauch erworbener Zeitguthaben zur Erlangung längerer Freizeitblöcke; 4 Tage-Woche
    • Festsetzung einer Mindestabgeltung für Rufbereitschaft
    • Leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche
    • Wahlrecht für AN bei allen Überstunden, ob diese in Freizeit oder Geld abgegolten werden; ebenso sollen auf deren Wunsch Schicht- und Nachtarbeitszulagen auch in Form zusätzlicher Freizeit konsumiert werden können
    • Klare, rechtssichere, branchen- und praxisgerechte Gewährleistung des Freiwilligkeitsprinzips bei Überstunden
  7. Geltungstermin: 1. November 2018

 

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